Ferrari beweist erneut, dass echte Luxusgüter gegen konjunkturellen Gegenwind weitgehend immun sind. Während der breite Automobilsektor mit Unsicherheiten kämpft, übertrafen die Italiener mit ihrem Ausblick für 2026 die Analystenschätzungen deutlich. Doch der Fokus der Anleger verschiebt sich bereits auf ein historisches Ereignis: Im März starten die Vorbestellungen für das erste vollelektrische Modell, eine Bewährungsprobe für die Markenmagie aus Maranello.
Starke Zahlen und Preismacht
Das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 untermauerte die Ausnahmestellung des Konzerns. Trotz eines komplexen makroökonomischen Umfelds stieg der Nettoumsatz um 7 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro. Der operative Gewinn (EBITDA) kletterte um 8 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro, was einer beeindruckenden Marge von 38,8 Prozent entspricht.
Entscheidend für die positive Marktstimmung ist jedoch der Ausblick auf 2026. Ferrari stellt einen Umsatz von rund 7,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBITDA von 2,93 Milliarden Euro in Aussicht. Damit liegt das Unternehmen über dem Bloomberg-Konsensus der Analysten. Die Treiber hinter dieser Zuversicht sind nicht höhere Stückzahlen, sondern eine eiserne Disziplin bei der Preisgestaltung („Pricing Power“) und ein vorteilhafter Produktmix durch Personalisierungen.
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Auftragsbücher bis 2027 gefüllt
Die Sorgen vieler Investoren bezüglich Zöllen oder schwankender regionaler Nachfrage wischte das Management beiseite. Die Strategie der Verknappung geht weiterhin auf: Die Auftragsbücher reichen bis Ende 2027. Diese enorme Planungssicherheit erlaubt es Ferrari, Liefermengen bewusst zu steuern, statt auf Halde zu produzieren. Selbst ein leichter Rückgang der Auslieferungen im Jahr 2025 auf 13.640 Einheiten tat dem Erfolg keinen Abbruch, da er auf geplante Modellwechsel zurückzuführen war.
Elektrische Wende mit Jony Ive
Neben den Finanzdaten steht die technologische Transformation im Mittelpunkt. Im März öffnen die Auftragsbücher für den „Luce“, Ferraris erstes rein elektrisches Fahrzeug. Das Design stammt von keinem Geringeren als dem ehemaligen Apple-Designer Jony Ive und seiner Agentur Loveform.
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Obwohl die weltweite Nachfrage nach Elektroautos zuletzt schwächelte, hält Ferrari an seinem Ziel fest, bis 2030 rund 20 Prozent der Flotte vollelektrisch anzubieten. Insgesamt plant der Konzern, im laufenden Jahr fünf neue Modelle vorzustellen und die Produktpalette massiv zu verjüngen.
Aktienrückkauf und Ausblick
Parallel zur Modelloffensive belohnt Ferrari seine Aktionäre mit Kapitalrückflüssen. Ein neues Aktienrückkaufprogramm über insgesamt 3,5 Milliarden Euro läuft bis 2030, wobei die erste Tranche von 250 Millionen Euro bereits aktiv ist.
Der Kalender für die kommenden Monate ist dicht gedrängt. Nach dem Start der Vorbestellungen im März richtet sich der Blick auf den 25. Mai, wenn der „Luce“ in Rom offiziell enthüllt wird. Gleichzeitig müssen die Italiener beweisen, dass die operative Marge wie versprochen auf die Marke von 39 Prozent klettern kann.
- Schlusskurs Freitag: 321,50 €
- Change 7 Tage: 5,76%
- Change 12 Monate: -27,38%
- 52-Wochen-Hoch: 447,60 €
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