An der Börse hat Ferrari auf Sicht von zwölf Monaten rund 20 Prozent an Wert eingebüßt. Operativ schaltet der Luxusautobauer derweil in den nächsten Gang. Das anstehende Elektro-Debüt zeigt deutlich, dass Maranello bei der Preismacht keine Kompromisse eingeht.
Im Mai 2026 feiert der erste rein elektrische Supersportwagen namens „Luce“ in Rom seine Premiere. Das Management ruft dafür einen vorläufigen Basispreis von 550.000 Euro auf. Branchenexperten kalkulieren bereits mit höheren Summen. Erfahrungsgemäß treiben individuelle Sonderausstattungen den finalen Kaufpreis um etwa zehn Prozent nach oben.
Diese aggressive Preisstrategie im neuen Antriebssegment überzeugt Analysten. Die Investmentbank RBC Capital Markets bestätigte ihr „Buy“-Rating und sieht das Kursziel bei 430 Euro. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau um 310,50 Euro ergibt sich ein erhebliches Aufwärtspotenzial.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ferrari?
Dividende und Bewertung
Aktionäre profitieren parallel dazu von der jüngsten Geschäftsentwicklung. Am 21. April wurde die Aktie ex-Dividende gehandelt. Wer die Papiere zuvor im Depot hatte, erhält am 5. Mai eine Ausschüttung von 3,62 Euro je Anteilsschein.
Die Basis für diese Zahlung lieferte ein robustes Geschäftsjahr. Ferrari übergab 2025 exakt 13.640 Fahrzeuge an Kunden. Der Gewinn je Aktie kletterte auf 8,97 Euro.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ferrari?
Trotz dieser fundamentalen Stärke notiert das Papier deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 35 liegt die Bewertung aktuell unter dem historischen Fünf-Jahres-Median. Ein RSI-Wert von 29,2 deutet auf eine überverkaufte Marktsituation hin.
Expansion auf das Wasser
Abseits der Straße weitet das Unternehmen seine Markenpräsenz aus. Pünktlich zur Mailänder Designwoche präsentierte Ferrari das Projekt „Hypersail“. Der knapp 30 Meter lange Einrumpf-Segler entstand in Zusammenarbeit mit dem Schiffsarchitekten Guillaume Verdier. Das Boot dient als technologisches Schaufenster für Aerodynamik und neue Materialien außerhalb des klassischen Motorsports.
Der Fokus der Investoren richtet sich nun auf den Mai. Die offizielle Präsentation des „Luce“ in Rom wird den ersten echten Härtetest für Ferraris Elektro-Strategie markieren. Gelingt es dem Management, die traditionelle Kundschaft auch ohne V12-Sound zu überzeugen, dürfte das die aktuelle Bewertungsdebatte neu entfachen.
Ferrari-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ferrari-Analyse vom 22. April liefert die Antwort:
Die neusten Ferrari-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ferrari-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Ferrari: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


