Ferrexpo steht vor einer kritischen Phase. Die Aktien des Eisenerzproduzenten sind an der Londoner Börse vom Handel ausgesetzt. Parallel dazu zwingen landesweite Angriffe auf die ukrainische Strominfrastruktur das Unternehmen fast in den Stillstand. Das Management führt nun einen Wettlauf gegen die Zeit, um die Finanzierung bis zum Spätsommer zu sichern.
Stromausfälle drosseln Produktion
Die operativen Folgen des Krieges treffen das Unternehmen hart. Im ersten Quartal 2026 brach die Eisenerzproduktion im Jahresvergleich um rund 72 Prozent ein. Die Herstellung von Pellets fiel auf knapp 525.000 Tonnen. Aktuell betreibt der Konzern nur noch eine seiner vier Pelletanlagen, um europäische Kunden zu beliefern.
Um Liquidität zu schonen, streicht Ferrexpo die Kosten zusammen. Mitarbeiter arbeiten in Kurzarbeit, Beschaffungen sind reduziert. Alle nicht zwingend notwendigen Investitionen ruhen. Der Verkauf des Transportschiffs „Iron Destiny“ bringt kurzfristig knapp acht Millionen US-Dollar ein. Das Schiff war seit Kriegsbeginn ohnehin kaum nutzbar und verursachte laufende Kosten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ferrexpo?
Eingefrorene Gelder und Aktien
Dieser Mittelzufluss verschafft dem Management jedoch nur wenig Luft. Ohne frisches Kapital reichen die liquiden Mittel voraussichtlich nur bis Ende August 2026. Ferrexpo plant daher eine Kapitalerhöhung von mindestens 100 Millionen US-Dollar. Erschwerend kommt hinzu, dass der ukrainische Staat Mehrwertsteuer-Rückerstattungen ausgesetzt hat. Dem Konzern fehlen dadurch weitere liquide Mittel in fast dreistelliger Millionenhöhe.
Die angespannte Finanzlage blockiert auch den Handel der Papiere. Seit dem 1. Mai sind die Aktien in London ausgesetzt. Die Wirtschaftsprüfer verweigern das Testat für den Jahresabschluss 2025. Sie fordern zunächst eine gesicherte Finanzierungszusage, um die Fortführungsprognose des Unternehmens zu bestätigen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ferrexpo?
Großaktionär signalisiert Unterstützung
Erste Interessensbekundungen für die Kapitalmaßnahme liegen vor. Diese sind allerdings an Bedingungen geknüpft, die sich in der Kürze der Zeit kaum erfüllen lassen. Der größte Aktionär Fevamotinico, der knapp die Hälfte der Anteile hält, signalisiert grundsätzliche Unterstützung. Er will für die nötigen Beschlüsse stimmen, sofern er sich anteilig an der Finanzierungsrunde beteiligen kann.
Neben der Finanzierungssuche belasten juristische Probleme den Konzern. Ein Gericht in Poltawa hat bereits im Februar ein Insolvenzverfahren für die Hauptförderanlage eröffnet. Solange weder ein Finanzierungsdeal steht noch rechtliche Entlastung eintritt, bleiben die Aktien eingefroren. Der letzte gehandelte Kurs lag bei 28,58 Pence – ein Niveau, das die akute Notlage des Unternehmens widerspiegelt.
Ferrexpo-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ferrexpo-Analyse vom 18. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Ferrexpo-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ferrexpo-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Ferrexpo: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


