Der Bergbaukonzern Ferrexpo steht vor einer juristischen Zerreißprobe. Ein ukrainisches Gericht hat am vergangenen Dienstag das Insolvenzverfahren gegen die wichtigste Tochtergesellschaft des Konzerns, Ferrexpo Poltava Mining (FPM), eröffnet und einen Insolvenzverwalter bestellt. Trotz bestehender finanzieller Vorsorge wirft dieser Schritt neue Fragen über die operative Stabilität in einem ohnehin volatilen Umfeld auf.
Streit um Millionen-Forderung
Hintergrund des Verfahrens ist eine umstrittene Bürgschaftsforderung in Höhe von rund 4,7 Milliarden Hrywnja, was umgerechnet etwa 113,5 Millionen US-Dollar entspricht. Ferrexpo bestreitet die Rechtmäßigkeit dieser Forderung seit Jahren konsequent. Vorsorglich hat das Unternehmen den vollen Betrag jedoch bereits in seinen Bilanzen zurückgestellt, sodass keine unmittelbare neue Belastung für die Liquidität der Gruppe entsteht.
Kann das Unternehmen die Kontrolle über sein wichtigstes Standbein trotz des zunehmenden juristischen Drucks behalten? Die Einleitung der Insolvenzverfahren markiert jedenfalls eine deutliche Eskalation des langjährigen Konflikts.
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Berufung ohne aufschiebende Wirkung
Das Management der Tochtergesellschaft kündigte an, innerhalb der gesetzlichen Zehntagesfrist Berufung gegen das erstinstanzliche Urteil einzulegen. Dieser Einspruch wird das laufende Insolvenzverfahren jedoch nicht stoppen. Parallel dazu liegt der zugrunde liegende Rechtsstreit über die Bürgschaft weiterhin beim Obersten Gerichtshof der Ukraine zur finalen Prüfung.
Das operative Geschäft von FPM wird während des laufenden Prozesses vorerst von der bestehenden Geschäftsführung weitergeführt. Ferrexpo geht davon aus, dass sich das Verfahren über einen längeren Zeitraum hinziehen wird. Der entscheidende Faktor bleibt nun die ausstehende Grundsatzentscheidung des Obersten Gerichtshofs, die den weiteren Weg der Tochtergesellschaft und die Kontrolle über deren Vermögenswerte definieren wird.
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