Ferrexpo hat vor rund zwei Wochen auf Unsicherheit beim Abschluss einer besicherten Handelsfinanzierung hingewiesen. Nach Unternehmensangaben verzögern Störungen der Exporte über das Schwarze Meer die Fertigstellung der Vereinbarung; ein Abschluss sei nicht sicher. Die Aktie fällt heute um 8,7 %.

Handelsfinanzierung unter Vorbehalt

Die geplante Finanzierung gehört zu einer angespannten operativen Lage. Ferrexpo nannte vor rund zwei Wochen knappe Liquidität, eingeschränkte Logistikkapazitäten und eine vorübergehende Produktionsunterbrechung als Belastungen für die Produktion. Bei der Handelsfinanzierung verwies das Unternehmen ausdrücklich auf die gestörten Exportwege als Ursache der Verzögerung.

Reuters berichtete ebenfalls über den Druck durch den Produktionsstopp und den eingeschränkten Zugang zu ukrainischen Häfen. Damit betreffen die Exportbeschränkungen nach den Unternehmensangaben nicht nur die laufende Produktion, sondern verzögern auch die Fertigstellung der Finanzierungsvereinbarung.

Wiederanlauf nach Kapitalaufnahme

Laut Reuters nahm Ferrexpo im September nach einer Kapitalaufnahme über US$100 Millionen eine Pelletlinie wieder in Betrieb. Der berichtete Wiederanlauf betraf damit eine einzelne Linie.

Wie stark die Unterbrechung und die logistischen Beschränkungen das Geschäft belasteten, zeigte der Produktionsbericht vor rund zwei Wochen. Die kommerzielle Produktion erreichte im dritten Quartal 2026 insgesamt 779.975 Tonnen. Im Vorquartal hatte sie bei 963.409 Tonnen gelegen.

Das Unternehmen führte den Rückgang auf die Kombination aus begrenzten finanziellen Mitteln, eingeschränkter Logistik und dem zeitweisen Produktionsstillstand zurück. Für die besicherte Handelsfinanzierung blieb es bei Ferrexpos ausdrücklichem Vorbehalt, dass ihr Abschluss nicht sicher sei.