Ferrexpo: Handel bis August 2026 suspendiert

Ferrexpo-Aktienhandel ruht, da Kapitalerhöhung scheitert. Dem Unternehmen droht mangels Liquidität bis August die Zahlungsunfähigkeit.

Ferrexpo Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktienhandel seit 1. Mai ausgesetzt
  • Kapitalerhöhung über 100 Mio. Dollar gescheitert
  • Barmittel auf 17 Mio. Dollar geschrumpft
  • Produktion im ersten Quartal um 72% eingebrochen

Der Handel mit Ferrexpo-Aktien an der Londoner Börse ruht seit dem 1. Mai 2026. Auslöser ist ein Finanzierungsproblem, das direkt die Existenz des ukrainischen Eisenerzproduzenten bedroht.

Fehlende Kapitalerhöhung blockiert den Abschluss

Ferrexpo hatte bis Ende April 2026 eine Kapitalerhöhung von 100 Millionen Dollar abschließen wollen. Das Geld ist Voraussetzung dafür, dass die Wirtschaftsprüfer den Jahresabschluss 2025 überhaupt freigeben. Ohne Jahresabschluss kein Listing. Die Frist verstrich ohne Ergebnis.

Die Liquiditätslage ist eng. Zum 17. April verfügte das Unternehmen über rund 17 Millionen Dollar zugängliche Barmittel. Zum Jahresende 2024 waren es noch 101 Millionen Dollar. Den größten Teil dieser Lücke verursachen einbehaltene Mehrwertsteuerrückerstattungen ukrainischer Behörden — bis Ende März 2026 summieren sie sich auf schätzungsweise 80 Millionen Dollar.

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Einen kleinen Puffer schaffte der Verkauf des Transportschiffs Iron Destiny für netto 7,7 Millionen Dollar. Das reicht, um den Betrieb bis etwa Ende August 2026 aufrechtzuerhalten. Danach drohen Insolvenzverfahren, falls die Kapitalerhöhung scheitert.

Investoren zeigen Interesse — verbindlich ist nichts

Ferrexpo hat nach eigenen Angaben unverbindliche Interessensbekundungen institutioneller Investoren für eine Rekapitalisierung von mehr als 100 Millionen Dollar erhalten. Die Emission neuer Aktien soll als bedingte Privatplatzierung strukturiert werden.

Das Management bezeichnet diese Kapitalerhöhung als einzigen gangbaren Weg. Ob und wann das Geld fließt, ist offen. Der Vorstand betont ausdrücklich, dass keine Sicherheit über Zeitplan oder Erfolg besteht.

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Produktion eingebrochen, Krieg als Faktor

Die Finanzkrise trifft ein Unternehmen, das operativ unter extremem Druck steht. Im ersten Quartal 2026 brach die Eisenerzproduktion um 72 Prozent auf rund 593.000 Tonnen ein. Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur legten die Produktion in Januar und Februar über weite Strecken lahm.

Eine Pelletieranlage nahm Ende Februar wieder den Betrieb auf. Das Unternehmen arbeitet aber weiterhin weit unter seiner Vorkriegskapazität.

Am 21. Mai 2026 findet die Hauptversammlung statt. Aktionäre sollen dort aktuelle Informationen zum Stand der Kapitalerhöhung erhalten — und damit einen ersten Hinweis, ob Ferrexpo den August-Termin noch erreichen kann.

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