First Phosphate beendet die Handelswoche mit einem deutlichen Minus. Am Freitag rutschte das Papier um über sechs Prozent ab. Damit setzt sich ein Trend fort, der Investoren derzeit aus risikoreichen Werten treibt.

Der Kurs schloss am Freitag bei glatt 1,00 Euro. Trotz des jüngsten Rücksetzers bleibt die Bilanz seit Jahresbeginn positiv. Die Aktie liegt im laufenden Jahr noch immer mit rund 53 Prozent im Plus.

Marktbeobachter führen die Verluste auf Gewinnmitnahmen und eine geringe Liquidität zurück. Parallel dazu belastet die allgemeine Stimmung im Technologiesektor. Viele Anleger schichten Kapital in weniger schwankungsanfällige Titel um.

Die langfristigen Aussichten für den Phosphatsektor bleiben indes intakt. Analysten von Rothschild Redburn und Susquehanna veröffentlichten zuletzt optimistische Prognosen. Sie setzen auf die strukturelle Nachfrage durch Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP).

Die Industrie investiert derweil massiv in die Lieferkette. Fulin Precision Industry kündigte ein Joint Venture über drei Milliarden Yuan an. Das Geld fließt direkt in die Produktion von Batteriematerialien.

Technisch trübt sich das Bild kurzfristig ein. Der Kurs notiert aktuell knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 1,01 Euro.

Die nächste Unterstützung liegt beim 100-Tage-Schnitt bei 0,81 Euro. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit 45,1 Punkten eine neutrale Lage.

Makroökonomische Daten wie die Inflation bestimmen nun den Rhythmus. Die Volatilität bleibt mit annualisierten 92 Prozent extrem hoch. Der Markt wartet nun auf die nächsten Entscheidungen der Zentralbanken.