Der Zahlungsdienstleister Fiserv hat heute seine Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorgelegt – und die kommen am Markt gar nicht gut an. Die Aktie steht aktuell bei 60,12 Dollar und hat in den vergangenen zwölf Monaten satte 73,85 Prozent an Wert verloren. Der Grund: Das Wachstum stockt, die Margen bröckeln, und der Ausblick für 2026 enttäuscht die Erwartungen.
Im vierten Quartal 2025 kletterte der Umsatz nach GAAP nur um ein Prozent auf 5,28 Milliarden Dollar. Das bereinigte organische Wachstum lag sogar bei null Prozent – ein deutliches Warnsignal. Während das Merchant-Solutions-Geschäft noch um ein Prozent zulegte, schrumpfte das Financial-Solutions-Segment um zwei Prozent. Für das Gesamtjahr 2025 ergibt sich zwar ein organisches Wachstum von vier Prozent, doch die Dynamik hat sich im Schlussquartal spürbar abgeschwächt.
Gewinn bricht ein – Margen unter Druck
Beim Ergebnis sieht es noch düsterer aus. Der GAAP-Gewinn pro Aktie fiel im vierten Quartal um acht Prozent auf 1,51 Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie brach sogar um 21 Prozent auf 1,99 Dollar ein – trotz Aktienrückkäufen, die die Anzahl der ausstehenden Aktien reduzierten. Zwar lag dieser Wert um sieben Cent über der Analystenschätzung von 1,92 Dollar, doch der Umsatz verfehlte mit 4,9 Milliarden Dollar die Erwartungen von 4,91 Milliarden Dollar.
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Besonders auffällig: Die operative Marge ist massiv geschrumpft. Im vierten Quartal 2025 lag die GAAP-operative Marge bei nur 24,4 Prozent, verglichen mit 31,8 Prozent im Vorjahreszeitraum. Die bereinigte operative Marge fiel von 42,9 auf 34,9 Prozent. Sowohl im Merchant- als auch im Financial-Solutions-Segment gingen die Margen deutlich zurück.
One-Fiserv-Plan soll es richten
CEO Mike Lyons versuchte, die Lage positiv zu drehen. Das vierte Quartal sei das erste gewesen, in dem der neue One-Fiserv-Plan vollständig umgesetzt wurde. Man habe wichtige Meilensteine erreicht und neue Kunden gewonnen. Die Transformation soll die Effizienz steigern und das Wachstum wieder ankurbeln.
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Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Der freie Cashflow sank im Gesamtjahr 2025 um 15 Prozent auf 4,44 Milliarden Dollar. Immerhin kaufte Fiserv für 5,6 Milliarden Dollar eigene Aktien zurück und übernahm im Dezember 2025 StoneCastle Cash Management, um sein Angebot im Einlagengeschäft zu stärken.
Ausblick bleibt mau
Für 2026 stellt Fiserv ein organisches Umsatzwachstum von ein bis drei Prozent in Aussicht – kaum mehr als Stillstand. Beim bereinigten Gewinn je Aktie rechnet das Unternehmen mit 8,00 bis 8,30 Dollar, was am unteren Ende der Analystenschätzung von 8,19 Dollar liegt. CFO Paul Todd betonte, dass Fokus auf disziplinierten Investitionen und Effizienz im Jahresverlauf 2026 zu einer Verbesserung führen solle.
Für Anleger dürfte das wenig beruhigend sein. Die Aktie hat in den letzten 90 Tagen 25 negative Gewinnrevisionen kassiert – bei null positiven. Am 14. Mai 2026 plant Fiserv einen Investor Day in New York. Bis dahin müssen konkrete Fortschritte her, sonst dürfte das Vertrauen weiter schwinden.
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