Am heutigen Donnerstag legt die Aktie der Flughafen Zürich AG an den Handelsplätzen um 3,0 Prozent zu und notiert bei 208,80 Euro. Für die Aufwärtsbewegung liegt am Markt kein gesonderter unternehmensbezogener Impuls vor. Die geschäftliche Entwicklung des Flughafenbetreibers wird vielmehr durch die am Montag vorgelegten Verkehrszahlen für den Monat September bestimmt.

Im September fertigte das Unternehmen an seinem Hauptstandort 3’126’906 Passagiere ab. Gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet dies ein Plus von 2,6 Prozent. Unter den Fluggästen befanden sich 894’182 Umsteigepassagiere, womit der Zubringerverkehr weiterhin einen bedeutenden Anteil am gesamten Verkehrsaufkommen behauptet.

Parallel zum Zuwachs bei den Reisenden veränderten sich auch die Flugpläne und die Auslastung der Maschinen. Während die Fluggesellschaften ihr Angebot an Verbindungen im Vergleich zum Vorjahr spürbar erweiterten, verteilte sich das Aufkommen auf eine größere Zahl an Flügen. Dies wirkte sich unmittelbar auf die durchschnittliche Besetzung der Kabinen aus.

Konkret kletterte die Zahl der Flugbewegungen um 5,2 Prozent auf 25’661 Starts und Landungen. Dagegen verlief die Auslastung im Spätsommer etwas schwächer als im Vorjahr: Die durchschnittliche Sitzplatzauslastung sank im September auf 81,9 Prozent.

Zuwächse im Kommerzgeschäft und Kostendruck

Erfreulich entwickelte sich für den Konzern das Geschäft jenseits des reinen Flugbetriebs. Der Umsatz aus kommerziellen Aktivitäten stieg im September auf 58 Millionen Franken, was einem Zuwachs von 2,2 Prozent entspricht. Auch im Konsumverhalten der Passagiere nach der Sicherheitskontrolle zeigte sich ein stabiles Bild: Der sogenannte Airside-Umsatz belief sich auf 24 Franken pro abfliegender Person.

Neben den operativen Verkehrszahlen prägen grundlegende Branchenfaktoren die Perspektiven des Standorts. Einem Bericht der Zeitung Blick zufolge könnten steigende Kerosinpreise die Ticketpreise der Fluggesellschaften nach oben treiben und das Passagierwachstum bremsen. Der Flughafen Zürich wurde dabei als potenziell betroffener Verkehrsstandort genannt, sollten Airlines die höheren Treibstoffausgaben auf die Passagiere umlegen.

Stabilisierung nach dem Jahrestief

An den Finanzmärkten verschafft das heutige Kursplus dem Papier eine Atempause nach einer längeren Schwächephase. Erst in der vergangenen Woche, am 8. Oktober, war der Titel auf ein 52-Wochen-Tief von 200,00 Euro abgerutscht. Von dieser Tiefstmarke konnte sich der Kurs mit den jüngsten Gewinnen wieder ein Stück weit nach oben lösen.