Am 3. November beginnt am Flughafen Zürich die zweite Etappe der Skymetro-Modernisierung. Während der Arbeiten stehen zunächst weniger Transportkapazitäten zur Verfügung. Nach dem Abschluss soll die Bahn dagegen mehr Passagiere befördern können. Für Anleger verbindet das Projekt damit eine vorübergehende betriebliche Einschränkung mit einem längerfristigen Kapazitätsausbau.
Zweiter Tunnel bis Mai gesperrt
Wie gestern bekannt wurde, bleibt der zweite Tunnel voraussichtlich bis Mai 2027 gesperrt. Die Skymetro fährt während dieser Zeit mit reduzierter Kapazität. Zu Spitzenzeiten sollen Ersatzbusse verkehren. Damit setzt der Flughafen während der Bauphase auf eine Ergänzung des eingeschränkten Bahnbetriebs.
Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen Bauphase und Ausbauziel: Die geringere Leistungsfähigkeit während der Arbeiten ist nicht der angestrebte Endzustand. Die Modernisierung soll vielmehr zusätzliche Transportkapazität schaffen. Die Ersatzbusse dienen der Überbrückung und ersetzen nicht das langfristige Ausbauziel.
Nach Abschluss soll die Kapazität von 8.000 auf 10.000 Passagiere pro Stunde und Richtung steigen. Diese Zielgröße beschreibt die vorgesehene Leistungsfähigkeit der Bahn, nicht bereits erreichte Beförderungszahlen. Auch der erwartete Abschluss der Tunnelsperrung bleibt ein voraussichtlicher Termin.
Umbau trifft auf organisatorischen Wechsel
Parallel zur technischen Modernisierung bereitet Flughafen Zürich Veränderungen in der Unternehmensführung vor. Die vor rund zwei Wochen angekündigten Wechsel betreffen sowohl das operative Geschäft als auch den kommerziellen Bereich. Für die Einordnung ist wichtig: Die Personalveränderungen sind angekündigt und nicht bereits vollständig vollzogen.
Für 2027 ist vorgesehen, dass COO Stefan Tschudin das Unternehmen verlässt. CCO Stefan Gross wechselt zum Noida International Airport. Lydia Naef übernimmt als CCO das gesamte Nicht-Aviatikgeschäft. Zudem wird die bisherige Immobilienabteilung zum Bereich „Buildings & Constructions“ umgestaltet.
Versorgung bleibt ein weiterer Betriebsfaktor
Neben der internen Transportinfrastruktur spielt die Treibstoffversorgung eine Rolle für den Flughafenbetrieb. Am 15. Oktober bewilligte der Bund Bezüge von bis zu 30.000 Kubikmetern Flugpetrol aus Pflichtlagern. Die Freigabe gilt bis einschließlich 1. November und soll die Versorgung des Flughafens Zürich absichern.
Medienberichten zufolge meldete der Flughafen keine Einschränkungen beim Betanken. Die Absicherung der Treibstoffversorgung ist deshalb von der angekündigten Kapazitätsreduktion bei der Skymetro zu trennen. Dort steht mit dem Beginn der nächsten Bauetappe eine konkrete Einschränkung bevor – verbunden mit dem Ziel einer anschließend leistungsfähigeren Verbindung.
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