Ford führt seit Monaten intensive Verhandlungen mit dem chinesischen Autobauer Geely über eine weitreichende Partnerschaft. Diese Woche entsandte der US-Konzern eine Delegation nach China, nachdem vergangene Woche bereits hochrangige Geely-Manager in Michigan mit der Ford-Führung zusammentrafen.
Im Kern geht es um zwei Bereiche: Geely soll Fords europäische Produktionskapazitäten nutzen – konkret wohl das Werk in Valencia, Spanien. Zudem diskutieren beide Seiten über eine Zusammenarbeit bei Fahrzeugtechnologien, insbesondere beim automatisierten Fahren.
Geely umgeht EU-Zölle, Ford holt auf
Die Gespräche zur europäischen Fertigung sind dabei am weitesten fortgeschritten. Für Geely würde eine Produktion in Europa die Umgehung der EU-Zölle auf chinesische E-Autos bedeuten – die liegen bei bis zu 37,6%. Die EU hatte diese Strafzölle 2024 eingeführt, um sich gegen subventionierte Importe zu schützen.
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Ford wiederum könnte von Geelys technologischem Vorsprung profitieren. CEO Jim Farley hatte Chinas Führung bei E-Autos und vernetzten Fahrzeugen auf dem Aspen Ideas Festival als „das Demütigendste, das ich je erlebt habe“ bezeichnet. Mit 3 Millionen verkauften Fahrzeugen in 2025 (plus 39%) zählt Geely zu den größten chinesischen Herstellern.
USA-Geschäft politisch heikel
Während die Europa-Pläne konkret werden, bleibt ein mögliches US-Geschäft hochsensibel. Die Biden-Administration hatte chinesische Fahrzeugtechnologie aus Sorge vor Datensammlung und Sicherheitsrisiken weitgehend verbannt. Präsident Trump signalisierte zwar Offenheit für chinesische Investitionen auf US-Boden – allerdings entließ seine Regierung kürzlich die Commerce-Beamtin, die das China-Verbot federführend durchgesetzt hatte.
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Farley zeigte sich optimistisch: Solange „die richtigen Leitplanken“ gesetzt würden, sehe er Bereitschaft in der Regierung für solche Deals. Dennoch dürfte jede Vereinbarung zu chinesischer Technologie in US-Fahrzeugen auf massiven Widerstand im Kongress stoßen.
Geely verfolgt eine klare Expansionsstrategie durch Partnerschaften: Das Unternehmen kooperiert bereits mit Renault in Südkorea und Brasilien, wo Geely-Technologie unter Renault-Marke vertrieben wird. Diese Strategie zahlt sich aus – Renaults Verkäufe außerhalb Europas stiegen 2025 um 11%.
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