Der US-Autobauer Ford steht im Zentrum eines politischen Eklats, der die ohnehin angespannten Branchengespräche zusätzlich belastet. Bei einem Werksbesuch in Michigan am Dienstag zeigte US-Präsident Donald Trump einem Mitarbeiter den Mittelfinger und formte zweimal deutlich „Fuck you“ mit dem Mund – eine Szene, die durch Handyaufnahmen dokumentiert wurde und in den sozialen Medien viral ging.
Der Zwischenfall ereignete sich während Trumps Besuch im Ford-Werk in Dearborn, wo der Autobauer seine Bestseller-Reihe F-150 montiert. Ein 40-jähriger Werkangestellter hatte Trump als „Pädophilen-Beschützer“ beschimpft, worauf der Präsident die vulgäre Reaktion zeigte. Der Mitarbeiter wurde inzwischen von seiner Arbeit freigestellt, während Ermittlungen laufen.
Die Szene überschattet kritische Gespräche zwischen Ford-Führung und Politik über die Zukunft der Branche. Ford-CEO Jim Farley machte am Rande der Detroit Auto Show deutlich: „Wir sehen Kanada, Mexiko und die USA als integriertes Fertigungssystem. Das ist entscheidend für uns, aber wir brauchen Anpassungen.“ Damit widerspricht er Trump, der das USMCA-Handelsabkommen zuvor als „irrelevant“ bezeichnet hatte.
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Fabrikjobs im freien Fall
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Im Dezember verlor die US-Fertigungsindustrie 8.000 Arbeitsplätze – trotz Trumps Versprechen einer „Produktionsrenaissance“ durch seine Zollpolitik. Die Beschäftigung liegt damit unter dem Niveau von großen Teilen seiner ersten Amtszeit.
Executive Chair Bill Ford beklagte die regulatorische Achterbahnfahrt: „Schwankende Zölle, sich ändernde Emissionsregeln, Unsicherheit beim USMCA – das ist ein Spiel, das ich meine ganze Karriere lang gespielt habe.“ Seine Forderung: mehr Planungssicherheit für die Industrie.
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Erschwinglichkeit wird zum Problem
Das größte Sorgenkind bleibt die Bezahlbarkeit. Mit durchschnittlichen Transaktionspreisen von fast 50.000 Dollar für Neufahrzeuge gerät Ford unter Druck. Bill Ford kündigte an, mehr Einstiegsmodelle anbieten zu wollen – darunter einen elektrischen Pickup für 30.000 Dollar ab 2027.
CEO Farley warnte eindringlich: „Erschwinglichkeit ist eines meiner Hauptanliegen für 2026. Wir sollten alle sehr vorsichtig sein, was die Verbrauchernachfrage angeht.“ Eine Aussage, die bei Investoren Alarmglocken läuten lassen dürfte.
Die politischen Turbulenzen treffen Ford in einer Phase, in der der Konzern Milliarden durch Trumps wechselhafte Zollpolitik verloren hat. Die chinesischen Vergeltungsmaßnahmen bei Seltenen Erden, die in Fahrzeugen massiv verbaut werden, verschärfen die Lage zusätzlich. Während Trump von neuen Werken „auf einem nie dagewesenen Niveau“ spricht, sehen Branchenkenner wenig Anzeichen für einen tatsächlichen Bauboom.
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