Forgent Power Solutions hat seine jüngste Kapitalerhöhung offiziell abgeschlossen. Allerdings folgte auf die Nachricht kein Kursplus, sondern ein freier Fall. Die Aktie markierte am Dienstag ein neues Jahrestief.

Die Platzierung der Papiere war umfangreich. Insgesamt wechselten über 43,6 Millionen Aktien den Besitzer. Der Ausgabepreis lag bei 49,00 US-Dollar pro Stück.

Massive Verkäufe durch Großaktionäre

Ein Großteil dieser Anteile stammte von Alteigentümern. Die Investmentfirma Neos Partners verkaufte knapp 29,1 Millionen Anteile aus eigenem Bestand. Forgent selbst gab parallel dazu rund 14,6 Millionen neue Aktien aus.

Das frische Kapital bleibt nicht für künftige Investitionen im Unternehmen. Es dient dazu, Anteile an einer operativen Tochtergesellschaft zurückzukaufen. Diese Anteile hält derzeit ebenfalls der Großaktionär Neos Partners.

Kurs rutscht ungebremst ab

Investoren stießen die Aktie nach Bekanntgabe dieser Details massiv ab. Das Papier verlor am heutigen Handelstag 7,72 Prozent an Wert. Der Kurs rutschte damit auf 38,85 Euro ab.

Dieser Wert markiert das aktuelle 52-Wochen-Tief. Der Abstand zum Jahreshoch vom Juni ist beachtlich. Damals notierte der Titel noch bei 64,00 Euro.

Dabei bedient das Unternehmen eigentlich einen Wachstumsmarkt. Forgent fertigt elektrische Verteilersysteme für Rechenzentren und die Industrie. Die Nachfrage in diesem Sektor gilt wegen des KI-Booms als stabil.

Innerhalb einer Woche gab der Kurs um rund ein Fünftel nach. Die 30-Tage-Volatilität liegt derzeit bei über 80 Prozent. Dies unterstreicht die aktuelle Nervosität im Markt.

Mit dem Vollzug des Aktienangebots endet die Unsicherheit über die Platzierung. Jetzt muss die fundamentale Stärke des Rechenzentrum-Segments beweisen, ob sie den Kurs auf dem aktuellen Niveau stabilisieren kann.