Frankreichs Wirtschaft rutscht im dritten Quartal ins Minus

Schwächere Exporte und geringere Unternehmensinvestitionen drückten Frankreichs Wirtschaftsleistung, während der private Konsum um 0,4 Prozent wuchs.

KI-generiertes Symbolbild
Symbolbild, KI-generiert
Kurz & knapp:
  • Bruttoinlandsprodukt schrumpfte um 0,1 Prozent
  • Ausfuhren gingen um 1,7 Prozent zurück
  • Unternehmensinvestitionen sanken um 0,6 Prozent
  • Privater Konsum stieg um 0,4 Prozent

Frankreichs Wirtschaft hat einen unerwarteten Dämpfer erlitten. Im dritten Quartal schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt um 0,1 Prozent, nachdem Volkswirte im Vorfeld mit einem leichten Wachstum von 0,1 Prozent gerechnet hatten. Vor allem ein Rückgang bei den Exporten und schwächelnde Unternehmensinvestitionen zogen die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone nach unten.

Außenhandel und Industrie bremsen das Wachstum

Ausschlaggebend war der Außenhandel. Die französischen Ausfuhren sanken im Dreimonatszeitraum um 1,7 Prozent. Hauptverantwortlich dafür war der Export von Transportgütern, angeführt von einer deutlichen Abkühlung in der Luftfahrtindustrie.

Das belastet die Gesamtrechnung spürbar, zumal Unternehmen auch bei ihren Anschaffungen vorsichtiger agieren. Hohe Finanzierungskosten dämpfen die Bereitschaft zu neuen Ausgaben. Parallel dazu sorgte eine Welle sozialer Proteste gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung für zusätzliche Unruhe im Land.

Die Bruttoanlageinvestitionen gaben im dritten Quartal um 0,6 Prozent nach. Damit setzte sich die rückläufige Entwicklung aus dem Frühjahr beschleunigt fort. Vor allem die Bereiche Bau und Transportausrüstung drückten auf das Ausgabeverhalten der Betriebe.

Privater Konsum federt das Ergebnis ab

Einzig die privaten Haushalte verhinderten ein noch schwächeres Quartalsergebnis. Der private Konsum legte um 0,4 Prozent zu. Dahinter standen vor allem Käufe von Elektrofahrzeugen und höhere Ausgaben für Strom.

Gegen Ende des Quartals zeigte dieser Puffer jedoch Risse. Im September sanken die Haushaltsausgaben unerwartet um 0,5 Prozent. Die Kombination aus zögerlichen Unternehmen und einer nachlassenden Konsumlaune verheißt für den Jahresausklang wenig Rückenwind.

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Felix Baarz arbeitet seit 2016 als Wirtschaftsjournalist und gehört zur Redaktion der YES Investmedia GmbH.Unter seinem Namen erscheinen auf Trading-Treff seit März 2025 Beiträge zu Aktien, Trading und Indizes sowie zu wirtschaftlichen Rahmenthemen. Schwerpunkte sind Rohstoffwerte sowie KI- und Technologiewerte.Quellen dieses Ressorts: Unternehmensmitteilungen und Pflichtveröffentlichungen, Geschäftsberichte und Quartalszahlen, Kurs- und Handelsdaten der Börsenplätze sowie Meldungen der Nachrichtenagenturen. Bei Index- und Trading-Themen zusätzlich die Zusammensetzung und Anpassungen der Indexanbieter sowie Terminmarktdaten; bei Technologie- und KI-Werten Produktankündigungen und Geschäftszahlen der Unternehmen.Einordnung: Analystenurteile und Kursziele erscheinen als Aussage der jeweiligen Häuser, nicht als Bewertung der Redaktion. Kurs- und Unternehmensangaben geben den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.