Frequentis treibt seine Wachstumsstrategie mit zwei operativen Fortschritten voran. Das Wiener Unternehmen hat sich die Mehrheit an einem spanischen Technologiepartner gesichert. Parallel dazu nahm ein wichtiges Flugsicherungssystem in Dänemark erfolgreich den Betrieb auf.
Mehrheit an Nemergent Solutions übernommen
Im Juli hat Frequentis seinen Anteil an Nemergent Solutions von 25 auf 51 Prozent aufgestockt. Das Unternehmen aus Spanien liefert Kernkomponenten für die MissionX-Plattform. Damit kontrolliert der Konzern nun eine Schlüsseltechnologie für missionskritische Breitbandlösungen.
Der Zukauf soll Innovationen im Bereich der mobilen Kommunikation beschleunigen. Die Partnerschaft mit Lyfo B.V. vertieft sich durch diesen Schritt ebenfalls. Frequentis sichert sich so eine stabilere Position in einem technologisch anspruchsvollen Wachstumsmarkt.
Backup-System für dänische Flugsicherung steht
Ein zweiter Erfolg gelang im Norden Europas. Der dänische Flugsicherungsdienstleister Naviair hat am 9. Juli ein neues Backup-System in Betrieb genommen. Die Lösung basiert auf der Automatisierungssoftware PRISMA von Frequentis.
Das System gewährleistet die Sicherheit im dänischen Luftraum auch bei Wartungsarbeiten oder Ausfällen. Es sichert den Betrieb für das Area Control Centre sowie die Tower in Kopenhagen, Billund und Roskilde. Das Management sieht darin einen Beleg für die Flexibilität der eigenen IT-Architektur.
Kursreaktion und Marktlage
Trotz der positiven Nachrichten gab die Aktie am Freitag nach. Das Papier verlor 4,46 Prozent und ging bei 62,10 Euro aus dem Handel. Damit weitete sich das Minus seit Jahresbeginn auf fast 20 Prozent aus.
Die Marktkapitalisierung des Spezialisten liegt aktuell bei rund 852 Millionen Euro. Anleger beobachten nun die Integration der spanischen Tochter in das bestehende Portfolio. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 95,20 Euro beträgt derzeit etwa 35 Prozent.
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