Der britische Leitindex FTSE 100 schloss am Freitag mit einem Plus von 0,51 Prozent bei 10.223,54 Punkten. Die Erholung erfolgte, nachdem US-Präsident Donald Trump den früheren Fed-Gouverneur Kevin Warsh als Nachfolger von Jerome Powell an der Spitze der US-Notenbank nominiert hatte.
Die Personalie sorgte an den europäischen Märkten für eine gewisse Beruhigung. Warsh galt lange als geldpolitischer Falke, sprach sich zuletzt aber für Leitzinssenkungen aus. „Die schlimmsten Befürchtungen, dass die Fed ihren guten Ruf als verlässliche Notenbank verliert, dürften sich nicht bewahrheiten“, kommentierte VP Bank-Volkswirt Thomas Gitzel.
Bankensektor stützt den Index
Finanzwerte gehörten zu den stärksten Sektoren des Tages. Lloyds Banking Group schoss um 2,3 Prozent nach oben, nachdem die Bank ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 1,75 Milliarden Pfund angekündigt hatte. Barclays, Natwest Group und Standard Chartered kletterten zwischen 1,5 und 2,2 Prozent, während HSBC Holdings knapp ein Prozent gewann.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei FTSE 100?
Auch Konsumwerte zeigten sich fest. Experian legte etwa 3,6 Prozent zu, Smith & Nephew und Diageo gewannen 2,5 beziehungsweise 2,4 Prozent. IAG, Pearson, Reckitt Benckiser und Marks & Spencer verzeichneten Zugewinne zwischen 0,8 und 2 Prozent.
Rohstoffsektor unter Druck
Die Kehrseite bildeten Bergbau- und Energiewerte. Ein massiver Ausverkauf bei Edelmetallen belastete die Minenwerte erheblich. Gold stürzte um 4 Prozent ab, Silber brach sogar um 11 Prozent ein. Kupfer verlor 2,2 Prozent.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei FTSE 100?
Fresnillo, Endeavour Mining und Antofagasta verloren zwischen 3,2 und 4 Prozent. Anglo American rutschte um 2,3 Prozent ab, Glencore gab 1,7 Prozent nach und Rio Tinto 1,6 Prozent. Die Ölwerte Shell und BP büßten etwa 0,3 beziehungsweise 0,7 Prozent ein, nachdem die Ölpreise um 1,1 Prozent gefallen waren.
Schwache Kreditdaten aus Großbritannien
Die Bank of England meldete für Dezember einen Rückgang der Netto-Hypothekengenehmigungen um 3.100 auf 61.013 – der niedrigste Stand seit Juni 2024. Verbraucherkredite fielen von 2,1 Milliarden Pfund im November auf 1,5 Milliarden Pfund. Unternehmen borgten sich lediglich 1,0 Milliarden Pfund, nach 6,2 Milliarden Pfund im Vormonat.
Airtel Africa verzeichnete mit einem Minus von über 8 Prozent den größten Verlust im Index. Mondi fiel um 3,1 Prozent, während Metlen Energy & Metals, Whitbread und 3i Group zwischen 1 und 2 Prozent verloren.
FTSE 100: Kaufen oder verkaufen?! Neue FTSE 100-Analyse vom 30. Januar liefert die Antwort:
Die neusten FTSE 100-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für FTSE 100-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
FTSE 100: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

