Die Euphorie am griechischen Aktienmarkt hat pünktlich zum Osterfest einen Dämpfer erhalten. Nach einer beeindruckenden Rallye zur Wochenmitte nutzten viele Marktteilnehmer den letzten Handelstag vor der Feiertagspause, um ihre Gewinne zu sichern. Vor allem der Bankensektor geriet dabei unter Druck.
Der griechische Leitindex FTSE/ATHEX Large Cap verabschiedete sich mit einem Minus von 2,83 Prozent bei 5.663,91 Punkten in die orthodoxen Osterfeiertage. Damit korrigierte der Markt einen Teil der massiven Kursgewinne vom Mittwoch, als Nachrichten über einen geopolitischen Waffenstillstand den Index um über sieben Prozent nach oben katapultiert hatten.
Gewinnmitnahmen dominieren das Geschehen
Der Handel am Donnerstag war geprägt von einem kontinuierlichen Rückzug von den zuvor erreichten Mehrmonatshochs. Marktbeobachter werten dies als klassische Liquiditätssicherung: Da die Athener Börse von Karfreitag bis einschließlich Ostermontag geschlossen bleibt, bereinigten institutionelle Anleger ihre Positionen, um über das lange Wochenende handlungsfähig zu bleiben.
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Besonders deutlich fielen die Korrekturen bei den Schwergewichten der Finanzbranche aus. Die Titel der National Bank of Greece, Alpha Bank, Eurobank und Piraeus Bank führten die Verliererliste an. Auch die Optima Bank verzeichnete signifikante Abschläge. Im Gegensatz dazu zeigten sich defensive Werte wie Coca-Cola HBC oder die Hellenic Telecommunications Organization (OTE) vergleichsweise stabil. Die Börsenholding Hellenic Exchanges (EXAE) konnte sich dem Trend sogar widersetzen und verbuchte ein minimales Plus von 0,29 Prozent.
Technische Lage und Ausblick
Mit dem Schlusskurs knapp über der Marke von 5.660 Punkten steht der Index nun an einer charttechnisch interessanten Schwelle. Sollte diese Unterstützung nach der Wiedereröffnung am Dienstag nicht halten, rückt die nächste Zone bei 5.448 Punkten in den Fokus. Positiv zu werten ist, dass sich der Relative-Stärke-Index (RSI) durch den jüngsten Rücksetzer aus dem überkauften Bereich zurückgezogen hat, was den technischen Druck vorerst mindert.
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Die kommende Woche verspricht neue Impulse durch wichtige Termine:
* 15. April: Veröffentlichung des Bloomberg Greece Economic Survey
* 16. April: Daten zur Leistungsbilanz für Februar
* 17. April: Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB)
Besonders die Signale der EZB dürften für die griechischen Banken richtungsweisend sein. Da der Sektor hochsensibel auf die europäische Geldpolitik reagiert, wird die Rhetorik der Notenbanker über die Dynamik in der zweiten Aprilhälfte entscheiden.
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