Der japanische Kabel- und Glasfaserspezialist Fujikura setzt seinen Abwärtstrend fort. Am Dienstag fiel die Aktie in Tokio um 2,2 Prozent auf 4.574 Yen – deutlich stärker als der Gesamtmarkt.
Schon seit fünf Handelstagen geht es abwärts. Seit dem 27. Mai verlor das Papier rund elf Prozent. Der Topix-Index gab dagegen nur 0,42 Prozent nach. Anleger nehmen nach der monatelangen Rallye Gewinne mit.
Doch der Rücksetzer ändert wenig an einer entscheidenden Kennzahl: Fujikura bleibt hoch bewertet. Das KGV liegt auf Basis der Unternehmensprognose bei 48,6. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis beträgt 13,5. Der Börsenwert: 8,1 Billionen Yen.
Die Botschaft ist klar. Der Markt stellt nicht das Geschäftsmodell infrage – er hinterfragt den Preis. Investoren prüfen, wie viel von der KI-Infrastruktur-Fantasie bereits im Kurs steckt. Fujikura profitiert vom Boom in Glasfaser, Rechenzentren und Kommunikationsinfrastruktur.
Solide Prognose, rückläufiger Gewinn
Die eigenen Zahlen des Unternehmens sprechen eine andere Sprache als der Kurs. Für das Geschäftsjahr bis März 2027 erwartet Fujikura einen Umsatz von 1,243 Billionen Yen – plus 5,1 Prozent. Das operative Ergebnis soll um knapp zwölf Prozent auf 211 Milliarden Yen steigen.
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Ein Wermutstropfen: Der Nettogewinn fällt voraussichtlich um 0,7 Prozent auf 156 Milliarden Yen. Der operative Cashflow lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 132,9 Milliarden Yen, die Barreserven bei 178,9 Milliarden.
Die Dividende bleibt mit 38 Yen je Aktie überschaubar. Bei aktuellem Kurs entspricht das einer Rendite von 0,83 Prozent. Der Anfang April durchgeführte Aktiensplit im Verhältnis 6:1 senkte zwar den Stückpreis, änderte aber nichts an der Bewertung.
Ausblick
Der nächste Test für Fujikura sind die Quartalszahlen. Die Prognose für 2027 steht – jetzt müssen die Ergebnisse folgen. Gelingt dem Unternehmen der Nachweis, dass das Wachstumstempo hält, könnte der Rücksetzer nur eine Verschnaufpause sein. Bleiben die Zahlen hinter den Erwartungen zurück, dürfte der Bewertungsdruck anhalten.
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