Fujikura liefert beeindruckende Zahlen. Der Boom rund um Künstliche Intelligenz füllt die Auftragsbücher des japanischen Spezialisten für Glasfaserkabel. Die Aktie spiegelt diese Euphorie wider und kletterte allein im letzten Monat um knapp 24 Prozent auf 34,00 Euro. Soweit so gut. Allerdings ruft die sportliche Bewertung nun Skeptiker auf den Plan.
Margen im Aufwind
Das abgelaufene vierte Quartal untermauert den Wachstumskurs. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich deutlich auf rund 327 Milliarden Yen. Parallel dazu verbesserte sich der Gewinn je Aktie von 19,35 auf 27,32 Yen.
Auch die Ertragskraft zieht spürbar an. Die Nettogewinnmarge kletterte von 9,3 auf starke 13,3 Prozent. Auf Jahressicht verzeichnet das Unternehmen ein Gewinnwachstum von über 72 Prozent.
KI-Boom treibt Expansion
Hyperscaler bauen ihre Rechenzentren für generative KI massiv aus. Das treibt die Nachfrage nach optischen Bauteilen von Fujikura. Um diesen Hunger zu stillen, erweitert der Konzern seine Produktionskapazitäten in Japan und den USA.
Ein zentraler Baustein dafür ist die neue US-Tochtergesellschaft. Fujikura Optical Cable Systems LLC startet noch in diesem Monat. Sie soll die Investitionen in die amerikanische KI-Infrastruktur bündeln.
Bewertung am Limit
Diese strategischen Schritte überzeugen den Markt. Das zeigt auch das Kursplus von gut neun Prozent in den vergangenen sieben Tagen. Ein Risiko bleibt. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 68 ist das Papier extrem teuer.
Der Branchendurchschnitt in der japanischen Elektronikindustrie liegt bei lediglich 14,6. Ein RSI-Wert von knapp 56 signalisiert zwar keine akute Überkauftheit. Dennoch unterstreicht die enorme Volatilität von fast 147 Prozent die Nervosität der Investoren.
Die hohe Bewertung lässt kaum noch Spielraum für Enttäuschungen. Der Markt hat das künftige Wachstum bereits weitgehend eingepreist. Jeder Rückschlag beim Ausbau der US-Kapazitäten dürfte den Aktienkurs unmittelbar belasten.
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