Fujikura trennt sich von seiner Mehrheitsbeteiligung an Nishi Nippon Electric Wire & Cable (NND). Das Unternehmen hat heute beschlossen, sämtliche gehaltenen Anteile an AGSPC43 zu übertragen. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Fujikura daraus nur unwesentliche Auswirkungen. Die finanziellen Folgen für das folgende Geschäftsjahr sollen dagegen in die künftige Prognose einfließen.

Vollständiger Ausstieg aus der Beteiligung

Die Transaktion umfasst Fujikuras gesamten Anteil von 60,8 Prozent an NND. Ein Kaufpreis wurde nicht veröffentlicht. Der Abschluss ist für den 6. Mai 2027 geplant. Es handelt sich damit um einen beschlossenen Verkauf, dessen Vollzug noch aussteht.

Nach dem Abschluss wird Fujikura NND nicht mehr konsolidieren. Auch deren Tochtergesellschaft NDD scheidet dann aus dem Kreis der Fujikura-Tochtergesellschaften aus. Der Verkauf betrifft somit nicht nur die unmittelbar gehaltene Beteiligung, sondern verändert zugleich den Konsolidierungskreis des Konzerns.

NND und NDD erzielten im Geschäftsjahr bis März 2026 zusammen einen Umsatz von 39.008 Millionen Yen. Das gemeinsame Betriebsergebnis belief sich auf 2.567 Millionen Yen. Diese Größen verdeutlichen den Umfang der künftig wegfallenden Aktivitäten, beziffern aber weder den Verkaufserlös noch einen möglichen Veräußerungsgewinn.

Für Anleger sind diese Größen zu unterscheiden: Das operative Geschäft der Gesellschaften lässt sich anhand ihrer Ergebnisse einordnen. Welche finanziellen Mittel Fujikura durch die Übertragung erhält, bleibt mangels veröffentlichten Kaufpreises offen. Ebenso lässt sich daraus noch kein konkreter Ergebniseffekt für den Konzern ableiten.

Prognosefolgen erst im nächsten Geschäftsjahr

Für das Geschäftsjahr bis zum 31. März 2027 rechnet Fujikura mit voraussichtlich unwesentlichen Auswirkungen. Die Folgen für das Geschäftsjahr bis zum 31. März 2028 will das Unternehmen in seiner künftigen Prognose berücksichtigen.

Damit ist die zeitliche Einordnung der Transaktion entscheidend. Der geplante Vollzug liegt nach dem Ende des laufenden Geschäftsjahres. Fujikuras Mitteilung liefert daher keinen Anlass, den Verkauf bereits als wesentliche Veränderung der laufenden Ergebnisentwicklung zu behandeln.

Die bisherige Jahresprognose für das Geschäftsjahr bis März 2027 sieht ein Betriebsergebnis von 432 Milliarden Yen bei einem Umsatz von 1.755 Milliarden Yen vor. Der nächste angekündigte Ergebnistermin ist der 10. November 2026.

Im Mittelpunkt steht zunächst also eine Veränderung des Beteiligungsportfolios, nicht eine bezifferte Ergebnisverbesserung. Für die finanzielle Bewertung des Verkaufs werden vor allem die angekündigte Berücksichtigung in der nächsten Jahresprognose und die Folgen des Ausscheidens beider Gesellschaften maßgeblich sein.