Fujikura geriet am Freitag im Sog des Ausverkaufs von KI- und Halbleiterwerten in Tokio unter Druck. Medienberichten zufolge zweifelten Anleger daran, ob die hohen Ausgaben für KI-Infrastruktur ausreichende Erträge erwirtschaften würden. In diesem Marktumfeld verlor die Aktie am Freitag 8,4% und beendete den Handel bei 21,85 €.

Der Verkaufsdruck erfasste auch den japanischen Gesamtmarkt: Medienberichten zufolge belasteten erneute Verkäufe von Aktien mit KI-Bezug den Nikkei. Fujikuras Rückgang fiel damit in einen Handelstag, an dem Anleger entsprechende Werte breiter verkauften.

Absichtserklärung mit Proxima Fusion

Am Donnerstag unterzeichnete Fujikura nach eigenen Angaben eine Absichtserklärung mit dem deutschen Unternehmen Proxima Fusion. Gegenstand der vereinbarten Prüfung ist eine stabile Versorgung mit Hochtemperatur-Supraleiterband. Außerdem wollen die beiden Unternehmen untersuchen, ob eine lokale Produktion in Deutschland machbar ist.

Die Mitteilung beschreibt damit zwei Prüfgegenstände: die Versorgung mit dem Material und die Möglichkeiten einer Fertigung vor Ort. Beide Punkte sind als Gegenstand der gemeinsamen Untersuchung formuliert, nicht als bereits umgesetzte Maßnahmen.

Dividendenzufluss und nächster Berichtstermin

Medienberichten zufolge legte Fujikura außerdem den Erhalt einer Dividendenzahlung von rund US$250 Millionen von der konsolidierten Tochtergesellschaft America Fujikura offen. Die Veröffentlichung wurde als Mitteilung an die Börse Tokio gemeldet. Als Empfänger der Zahlung wurde Fujikura genannt; sie stammt damit von einer Gesellschaft innerhalb des Konsolidierungskreises.

Als nächster Termin für die Veröffentlichung von Geschäftszahlen ist der 10. November 2026 vorgesehen. An diesem Tag soll Fujikura seine Ergebnisse bekannt geben. Der Termin liegt nach der am Donnerstag unterzeichneten Absichtserklärung und dem anschließenden Ausverkauf am Freitag.