Fujikura zeigt auf der JECA FAIR 2026 in Tokio neue Technologien für KI-Rechenzentren – doch die Börse blickt eher auf die Schattenseiten. Während das Unternehmen mit hochdichten Glasfaserkabeln und innovativen Kühllösungen glänzt, belasten anhaltende Lieferkettenprobleme die Aktie. Der Kurs notiert aktuell bei rund 5.329 Yen, weit entfernt vom Allzeithoch bei 7.933 Yen.
Rekord-Kabel für KI-Rechenzentren
Vom 27. bis 29. Mai präsentiert Fujikura auf der 74. JECA FAIR den kommerziellen Start des „1728-Core Air Blown WTC®“. Das neue optische Faserkabel verdoppelt die Kerndichte früherer Versionen – entwickelt speziell für die Verbindung generativer KI-Rechenzentren (DCI).
Parallel dazu stellt der Konzern seine 3D-VC-Technologie (Vapor Chamber) für Luftkühlung vor. Das System integriert Dampfkammern und Heatpipes zur dreidimensionalen Kühlung leistungsstarker Server. Die Japan Heat Pipe Association zeichnete die Innovation kürzlich mit einem Technologiepreis aus.
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Helium und Wasserstoff als Engpass
Trotz technologischer Fortschritte kämpft der Glasfasermarkt mit Materialengpässen. Fujikura identifiziert Lieferbeschränkungen bei Wasserstoff und Helium als kritische Faktoren für die Produktionsstabilität.
Helium, unverzichtbar für hochwertige Faserfertigung, ist knapp. Grund sind geopolitische Spannungen im Iran. Das trifft auf einen Markt, in dem die globale Nachfrage nach Rechenzentrumskabeln bis 2030 jährlich um über 20 Prozent wachsen soll – getrieben vor allem durch den nordamerikanischen Ausbau.
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Lücke zwischen Nachfrage und Lieferfähigkeit
Die Aktie geriet zuletzt unter Druck, weil Investoren die Kluft zwischen der explodierenden KI-Nachfrage und den realen Produktionskapazitäten neu bewerteten. Marktbeobachter sehen eine gespaltene Erwartungshaltung: Während interne Schätzungen Fujikuras von einer baldigen Normalisierung der Lieferketten ausgehen, preist der Markt lediglich eine Wahrscheinlichkeit von rund 40 Prozent für eine schnelle Entspannung ein.
Das Management betont, dass die Produktionskapazität die primäre Herausforderung bleibt – trotz laufender Investitionen im In- und Ausland.
Fujikura setzt weiter auf seine „Tsunagu“-Technologie und spezialisierte Produkte wie den neuen 16-Faser-Multifaser-Fusionsspleißer „100R“. Ob die Produktionsengpässe bei Helium und Wasserstoff in den kommenden Monaten gelöst werden können, entscheidet über die weitere Kursentwicklung. Die nächsten Quartalszahlen dürften zeigen, ob die Lieferkettenprobleme langsam abebben oder die Kluft zwischen Nachfrage und Realität weiter wächst.
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