Nach der Vorlage der Zahlen für das erste Halbjahr 2026 richtet die Gabler Group ihren Fokus verstärkt auf die strategische Expansion. Das Unternehmen sieht sich durch einen strukturellen Wandel im Unterwassermarkt in seiner langfristigen Ausrichtung bestätigt und bereitet derzeit gezielte Zukäufe vor.
Wie das Management im Rahmen eines Earnings Calls erläuterte, befindet sich die Gruppe aktiv auf der Suche nach kleineren, profitablen Technologieunternehmen.
Akquisitionspläne bis zum Jahresende
Die Wachstumsstrategie der Gabler Group sieht vor, die Marktposition durch anorganisches Wachstum zu stärken. CEO David Schirm und CSO Ole Johannsen konkretisierten am Dienstag die Pläne für den weiteren Jahresverlauf. Angestrebt wird eine Transaktion, die noch bis Ende 2026 unterzeichnet und vollständig abgeschlossen sein soll. Ziel ist es, die neuen Kapazitäten bereits im Jahr 2027 vollständig in den Konzernverbund zu integrieren.
Diese geplanten Zukäufe sind ein wesentlicher Baustein für die Erreichung der mittelfristigen Unternehmensziele. Wie das Nebenwerte-Magazin berichtet, strebt die Gabler Group innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre einen Jahresumsatz von über 100 Millionen Euro an. Das Management nutzt dabei die aktuelle Dynamik im maritimen Sektor, um das technologische Portfolio des Konzerns gezielt zu erweitern.
Rekordverdächtiger Auftragsbestand sichert Auslastung
Die Grundlage für die ambitionierten Wachstumsziele bildet eine starke Auftragslage. Zum Ende des ersten Halbjahres 2026 kletterte der Auftragsbestand auf 390,4 Millionen Euro. Dies entspricht einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Jahresende 2025, als die Orderbücher noch ein Volumen von 358,7 Millionen Euro auswiesen. Allein in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres sicherte sich die Gruppe neue Aufträge im Wert von 51,9 Millionen Euro.
Dieser Puffer verleiht dem Unternehmen Planungssicherheit für die kommenden Geschäftsjahre. Parallel zur Abarbeitung der Bestände konnte die Gabler Group im ersten Halbjahr ihren Netto-Umsatz auf 27,1 Millionen Euro steigern. Damit übertraf das Unternehmen das selbst gesteckte H1-Ziel von 24 Millionen Euro um rund 12,9 Prozent. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich in diesem Zeitraum auf 6,8 Millionen Euro.
Bestätigte Jahresprognose und Marktumfeld
Trotz der positiven operativen Entwicklung und der Bestätigung der Jahresprognose, die einen Umsatz von 69 bis 71 Millionen Euro sowie ein bereinigtes EBIT zwischen 17 und 19 Millionen Euro vorsieht, blieb die Kursreaktion an den Märkten verhalten.
Am Freitag ging das Papier mit einem Rückgang von 1,5 Prozent bei 39,60 Euro aus dem Handel. Damit notiert der Titel aktuell rund 25 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch, das Mitte März bei 52,80 Euro markiert wurde.
Für das Gesamtjahr bleibt das Management zuversichtlich, die gesteckten Ziele zu erreichen. Der Halbjahresüberschuss wurde mit 0,8 Millionen Euro ausgewiesen, was einem Ergebnis von 0,13 Euro je Aktie entspricht.
Medienberichten zufolge dient das solide erste Halbjahr als Fundament, um die Investitionen in den strukturellen Wandel des Unterwassermarktes voranzutreiben und die operative Marge durch die Integration profitabler Technologieeinheiten weiter zu stabilisieren.
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