GE Aerospace baut seine Präsenz im internationalen Verteidigungssektor aus. Mit einem neuen Abkommen in Indien sichert sich der Konzern den direkten Zugang zur Wartung lokaler Kampfjet-Flotten. Das Timing ist strategisch gewählt.

Wartungszentrum für Kampfjets

Das Unternehmen hat eine Vereinbarung mit der indischen Luftwaffe (IAF) abgeschlossen. Im Zentrum steht der Aufbau eines Wartungszentrums für F404-Triebwerke. Diese treiben die Tejas-Kampfjets an. Die indische Luftwaffe betreibt die Anlage künftig selbst. GE Aerospace liefert das technische Know-how, Spezialwerkzeuge und die Ausbildung des Personals.

Dieser Schritt soll die Einsatzbereitschaft der indischen Flotte erhöhen. Bisher mussten Triebwerke für aufwendige Wartungsarbeiten oft ins Ausland. Parallel dazu verhandelt GE Aerospace mit Hindustan Aeronautics über eine mögliche Koproduktion des moderneren F414-Triebwerks. Das würde die Integration in die regionale Lieferkette weiter vertiefen.

Zahlen im Blick

Anleger blicken derweil gespannt auf die Q1-Zahlen für 2026. Analysten erwarten einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 1,59 und 1,63 US-Dollar. Das entspräche einem Plus von rund neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz soll auf bis zu 10,65 Milliarden US-Dollar steigen. Treiber sind die robuste Nachfrage nach Triebwerken und das starke Ersatzteilgeschäft.

Der aktuelle Aktienkurs von 266,50 Euro liegt knapp zehn Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Mit einem RSI von 35,2 nähert sich das Papier einer technisch überverkauften Zone. Die Prognose für das Gesamtjahr bleibt stabil. GE Aerospace peilt einen freien Cashflow von bis zu 8,4 Milliarden US-Dollar an. Ein Auftragsbestand von 190 Milliarden US-Dollar stützt diese Ziele.

Die Investmentbanken halten an ihren Kurszielen von bis zu 360 US-Dollar fest. Der nächste wichtige Termin im Kalender ist die Veröffentlichung der detaillierten Quartalszahlen in wenigen Wochen.