Der Schweizer Sanitärtechnikkonzern Geberit hat am Donnerstag vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt – und damit die Erwartungen übertroffen. In einem Marktumfeld, das von hohen Zinsen, schwacher Neubautätigkeit und Zurückhaltung im Wohnungsbau geprägt ist, legte der Nettoumsatz währungsbereinigt um 4,8 Prozent zu. Das ist deutlich stärker als der Gesamtmarkt wächst. In Schweizer Franken entspricht das einem Plus von 2,5 Prozent auf 3,16 Milliarden Franken.
Besonders bemerkenswert: Im vierten Quartal allein kletterten die Erlöse um 4,4 Prozent auf 715 Millionen Franken. Ohne Währungseffekte waren es sogar 6,4 Prozent. Das Wachstum speist sich vor allem aus höheren Verkaufsvolumina – getrieben durch neu eingeführte Produkte und Zuwächse in den meisten europäischen Ländern.
Margendruck trotz Wachstum
Doch nicht alles glänzt. Geberit hat seine Margenprognose nach unten korrigiert. Die EBITDA-Marge wird nun leicht unter 29,5 Prozent erwartet – weniger als die zuvor angepeilten rund 29 Prozent. Zuvor hatte das Management ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von etwa 4,5 Prozent in Aussicht gestellt. Das wurde also übertroffen, doch die operative Marge leidet.
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Verantwortlich dafür sind mehrere Faktoren: Zwar profitiert Geberit von leicht gesunkenen Materialkosten und dem höheren Absatzvolumen. Doch Lohninflation, gestiegene Energiepreise sowie Investitionen in Wachstumsmärkte und Digitalisierungsprojekte fressen diese Vorteile wieder auf. Das Unternehmen geht davon aus, dass die operative Marge leicht unter dem Vorjahresniveau bleiben wird.
Was bedeutet das für Anleger?
Geberit zeigt sich trotz widriger Rahmenbedingungen robust. Der Konzern wächst schneller als der Markt und beweist Preissetzungsmacht im Premium-Segment. Die leichte Margenbelastung ist weniger besorgniserregend als ein Absatzeinbruch – hier zeigt sich, dass das Unternehmen strategisch investiert, statt kurzfristig die Profitabilität zu maximieren.
Die vollständigen Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 will Geberit am 12. März vorlegen. Dann wird sich zeigen, ob die positive Dynamik auch im Detail überzeugt.
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