Geely Automobile macht ernst im Nutzfahrzeuggeschäft. Die Konzernsparte Farizon zeigte auf einer Messe in Hongkong ein breites Angebot: von Methanol-Hybriden bis zu vollelektrischen Bussen. Die Strategie: Mit einer „Methanol Electric + Pure Electric“-Roadmap will Geely den Nahverkehr in Hongkong CO₂-neutral machen.
Methanol-Busse und Roboter-Transporter
Der vollelektrische U12M-Bus hat bereits eine offizielle Emissionsausnahme bekommen. Ab August 2026 rollt er durch Hongkongs Straßen. Parallel dazu plant Geely eine Produktion von 100.000 Robovan-Einheiten bis 2030. Das Ziel: automatisierte Logistik.
Die Technologiebasis ist breit. Methanol-REV-Fahrzeuge ergänzen die reinen Stromer. Farizon setzt auf eine Partnerschaft mit CaoCao, um die autonomen Transporter zu entwickeln. Schon heute fahren Farizon-SV-Modelle in Hongkongs Taxiflotte.
Der Zeitpunkt ist gut gewählt. Die Nachfrage nach neuen Energiefahrzeugen (NEV) wächst in Asien rasant. Und Geely positioniert sich als führender Exporteur in diesem Segment.
Aktie im Rückwärtsgang
An der Börse zeigt sich derweil ein anderes Bild. Die Aktie notiert am Freitag bei 2,08 Euro – ein Minus von knapp einem Prozent. Seit Wochenbeginn verlor das Papier rund ein Prozent. Auf Monatssicht liegt das Minus bei 5,6 Prozent.
Der RSI von 40,2 deutet auf eine Konsolidierung hin. Der Kurs liegt 10,5 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 2,32 Euro. Das 52-Wochen-Hoch von 2,74 Euro aus April ist 24 Prozent entfernt.
Das asiatische Börsenumfeld ist volatil. Zinsängste drücken auf die Stimmung. Ob die operative Expansion in Hongkong den Kurs stützt, wird sich erst in den kommenden Quartalszahlen zeigen.
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