Während die Konkurrenz oft noch in Beton investiert, zieht Geely-Gründer Li Shufu die Reißleine beim Fabrikbau. Trotz eines historischen Absatzrekords im ersten Quartal 2026 will der chinesische Autoriese weltweit keine neuen Werke mehr errichten. Diese unkonventionelle Strategie zur Effizienzsteigerung katapultierte die Aktie zuletzt auf ein Drei-Jahres-Hoch.
Absage an neue Fabriken
Li Shufu sieht die globale Automobilindustrie an einem Sättigungspunkt angelangt. Angesichts einer Kapazitätsauslastung von lediglich 73 Prozent in China und teils nur 55 Prozent in westlichen Werken wertet der Konzernchef weitere Neubauten als Geldverschwendung. Stattdessen setzt Geely auf die Revitalisierung bestehender Standorte.
Das Unternehmen nutzt konsequent Synergien innerhalb des eigenen Imperiums, etwa durch die Fertigung in Volvo-Werken. Gleichzeitig sucht Geely den Schulterschluss mit der Konkurrenz. In Europa laufen bereits Gespräche mit Ford, um deren überschüssige Kapazitäten für die eigene Produktion zu nutzen. Ähnliche Kooperationen mit Renault in Brasilien und Südkorea unterstreichen den Fokus auf Partnerschaften statt auf teure Eigenbauten.
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Rekordabsatz und Antriebswandel
Die operative Entwicklung stützt diesen Kurs. Mit 709.358 verkauften Einheiten im ersten Quartal 2026 meldete Geely einen historischen Bestwert. Besonders dynamisch entwickelte sich die Marke Zeekr, deren Auslieferungen um 86 Prozent zulegten.
Innerhalb der Antriebsarten zeigt sich dabei eine deutliche Verschiebung:
– NEV-Quote (Elektro & Hybrid): 52 Prozent im Gesamtquartal
– Plug-in-Hybride (PHEV): Absatzplus von 70 Prozent im März
– Reine Elektroautos (BEV): Rückgang um 18 Prozent im März
– Monatsabsatz März: Über 233.000 Fahrzeuge insgesamt
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Kursrallye und Ausblick
An der Börse sorgten diese Nachrichten für eine deutliche Neubewertung. Die Aktie markierte zuletzt mit 2,5990 Euro ein Drei-Jahres-Hoch und legte innerhalb von 30 Tagen um über 55 Prozent zu. Der Markt scheint die Abkehr vom klassischen Expansionsmodell und den Fokus auf eine höhere Auslastung bestehender Werke zu honorieren.
Am 29. April wird der Vorstand die detaillierten Quartalsergebnisse offiziell billigen. Neben dem Jahresziel von 3,45 Millionen Fahrzeugen richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf den technologischen Fortschritt: Bis Ende des Jahres will Geely die Entwicklung der ersten hauseigenen Festkörperbatterie abschließen, was dem Konzern einen massiven Vorsprung bei Reichweite und Ladetempo verschaffen könnte.
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