General Mills startet ohne großen Schwung in die neue Handelswoche. Die Aktie des Nahrungsmittelkonzerns notiert nahe ihrem 52-Wochen-Tief – und das aus gutem Grund.

Am 4. Juni wird das Management bei der dbAccess Global Consumer Conference sprechen. Investoren erwarten frische Signale zur Absatzentwicklung und zur Frage, wie sich veränderte Konsumgewohnheiten auf das Geschäft auswirken. Im Raum stehen zwei Trends: der zunehmende Einsatz von GLP-1-Abnehmmedikamenten und die wachsende Nachfrage nach günstigeren Eigenmarken im Supermarkt.

Der Auftritt folgt auf ein schwaches drittes Quartal. Der Gewinn je Aktie verfehlte die Analystenschätzungen mit 0,64 Dollar deutlich – erwartet waren 0,73 Dollar. Der Umsatz brach im Jahresvergleich um 8,4 Prozent auf 4,44 Milliarden Dollar ein. Der gesamte Sektor steht unter Druck.

Institutionelle Käufe bei schwachem Kurs

Die Aktie hat in den vergangenen drei Monaten rund 25 Prozent an Wert verloren. Das lockt erste institutionelle Investoren an. Die finnische Ilmarinen Mutual Pension Insurance Co stockte zuletzt um 102.000 Aktien auf – ein Investment von rund 4,74 Millionen Dollar.

Für wertorientierte Anleger sind die Kennzahlen verlockend. Die Dividendenrendite liegt bei 7,22 Prozent, basierend auf einer quartalsweisen Ausschüttung von 0,61 Dollar je Aktie. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis beträgt trailing 8,3. Das entspricht einem Unternehmenswert von rund 18 Milliarden Dollar.

Analysten bleiben gespalten. Bank of America und Barclays senkten ihre Kursziele auf 36 Dollar und verwiesen auf schwache Scannerdaten bis Mitte Mai. Andere Modelle sehen einen deutlich höheren fairen Wert – vorausgesetzt, die nordamerikanischen Absatzmengen stabilisieren sich.

Technisch klafft eine große Lücke. Der 200-Tage-Durchschnitt notiert bei 41,97 Dollar, der 50-Tage-Durchschnitt bei 35,22 Dollar. Der aktuelle Kurs liegt mit 33,87 Dollar deutlich darunter.

Q4 als Test

Der Fokus richtet sich nun auf den Quartalsbericht zum Ende des Geschäftsjahres, erwartet für den 24. Juni. Das Management hatte zuletzt für das vierte Quartal einen „deutlichen Fortschritt“ in Aussicht gestellt – sinkende Vorjahresvergleiche und eine zusätzliche Kalenderwoche sollen das Geschäft stützen. Der Guidance-Mittelwert impliziert ein organisches Umsatzwachstum von rund 75 bis 80 Basispunkten für das Gesamtjahr.

Ob diese Prognose hält, wird sich am 24. Juni zeigen.