General Mills hat im Auftaktquartal des Geschäftsjahres 2027 die Erwartungen an Umsatz und bereinigtem Gewinn übertroffen. Schwächen im nordamerikanischen Heimatmarkt wurden dabei teilweise durch Zuwächse im internationalen Geschäft ausgeglichen. Im Handel notiert das Papier heute bei 31,72 Euro, was einem leichten Tagesplus von 0,8 Prozent entspricht.

Internationales Geschäft stützt den Umsatz

Der Nettoumsatz des US-Konzerns sank im ersten Quartal, das am 30. August endete, im Vorjahresvergleich um drei Prozent auf 4,39 Milliarden US-Dollar. Damit schnitt das Unternehmen jedoch besser ab als der Marktkonsens, der von 4,35 Milliarden US-Dollar ausgegangen war. Auf organischer Basis blieb die Erlösentwicklung unverändert.

Hinter den stabilen Gesamterlösen steht ein uneinheitliches Bild in den einzelnen Segmenten. Vor allem das nordamerikanische Einzelhandelsgeschäft verzeichnete Gegenwind: Hier gab der Umsatz um sieben Prozent auf 2,45 Milliarden US-Dollar nach.

Besser verlief die Entwicklung im Ausland und in der Außer-Haus-Verpflegung. Die internationale Sparte steigerte ihre Erlöse um vier Prozent, während das operative Segmentergebnis dort um 15 Prozent zulegte.

Vorjahreseffekt drückt den Nettogewinn

Der zurechenbare Nettogewinn nach Rechnungslegungsstandard GAAP brach um 67 Prozent auf 397 Millionen US-Dollar ein. Dieser deutliche Rückgang erklärt sich maßgeblich aus einem Sondereffekt im Vorjahr, in dem ein Gewinn von über einer Milliarde US-Dollar aus dem Verkauf des US-Joghurtgeschäfts verbucht worden war.

Währungsbereinigt ging das bereinigte Betriebsergebnis um elf Prozent auf 634 Millionen US-Dollar zurück. Der bereinigte Gewinn je Aktie belief sich auf 0,75 US-Dollar nach 0,86 US-Dollar im Vorjahresquartal, womit der Konsens von 0,72 US-Dollar übertroffen wurde. Die bereinigte Bruttomarge gab um 90 Basispunkte auf 33,3 Prozent des Nettoumsatzes nach.

Steigende Kosten für Fracht, Getreide und Verpackungen sowie neue kanadische Zölle belasten die Profitabilität. General Mills rechnet für das Gesamtjahr mit einer Inputkosteninflation am oberen Ende der Spanne von vier bis fünf Prozent, der ein Sparprogramm von mindestens 750 Millionen US-Dollar gegenübersteht.

Jahresprognose bleibt unverändert

Das Management bestätigte gestern den Ausblick für das gesamte Geschäftsjahr 2027. Beim organischen Nettoumsatz erwartet der Vorstand eine Spanne zwischen minus 1,5 Prozent und plus 0,5 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 3,00 und 3,20 US-Dollar liegen.

Die Analysten von UBS reagierten verhalten auf das Zahlenwerk. Sie behielten ihre Verkaufsempfehlung für die Aktie bei und senkten ihre Schätzung für den bereinigten Jahresgewinn leicht auf 3,01 US-Dollar je Anteilsschein.

Der Kursverlauf spiegelt die anhaltende Skepsis wider: Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf 21 Prozent. Anleger wägen nun ab, ob die Kostensenkungen ausreichen werden, um die Belastungen durch die nach wie vor spürbare Kosteninflation auszugleichen.