Der weltgrößte Hersteller von Aromen und Duftstoffen aus Vernier kämpft mit nachlassender Dynamik. Im Geschäftsjahr 2025 erreichte der Konzern zwar einen Umsatz von 7,47 Milliarden Franken – doch der Zuwachs betrug lediglich 0,8 Prozent. Währungsturbulenzen machten dem Unternehmen zu schaffen: Negative Wechselkurseffekte drückten das Ergebnis um 370 Millionen Franken.
Organisch, also bereinigt um Sondereffekte, ergab sich ein Plus von 5,1 Prozent. Das klingt solide, ist aber weit entfernt vom Vorjahreswert. 2024 hatte Givaudan noch einen organischen Zuwachs von 12,3 Prozent verbucht. Die eigene Zielvorgabe von 4 bis 5 Prozent wurde zwar übertroffen, die Erwartungen der Analysten jedoch verfehlt.
Profitabilität unter Druck
Das operative Ergebnis (EBITDA) sank um 0,8 Prozent auf 1,75 Milliarden Franken. Die EBITDA-Marge rutschte von 23,8 auf 23,4 Prozent. Verantwortlich dafür waren gestiegene Inputkosten und Zölle, die die Bruttomarge von 44,1 auf 43,5 Prozent drückten. In lokalen Währungen gerechnet wuchs das Bruttoergebnis immerhin um 4 Prozent – ein schwacher Trost angesichts der negativen Gesamtentwicklung.
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Der Nettogewinn fiel um 1,7 Prozent auf 1,07 Milliarden Franken. Der Gewinn je Aktie verringerte sich von 118,17 auf 116,08 Franken. Auch der freie Cashflow entwickelte sich rückläufig: Er sank von 1,16 auf 1,05 Milliarden Franken, was 14,1 Prozent vom Umsatz entspricht.
Unterschiedliche Dynamik in den Sparten
Zwischen den beiden Geschäftsbereichen zeigten sich deutliche Unterschiede. Die Division Fragrance & Beauty legte organisch um 7,9 Prozent zu, getrieben von einem Sprung im Bereich Fine Fragrance um 18,3 Prozent. Consumer Products wuchs um 6,8 Prozent, während Fragrance Ingredients and Active Beauty um 1,4 Prozent zurückging. Das EBITDA der Sparte stagnierte bei 985 Millionen Franken, die Marge sank auf 25,7 Prozent.
Taste & Wellbeing enttäuschte mit einem organischen Wachstum von nur 2,4 Prozent. Berichtet sank der Umsatz sogar um 2,9 Prozent – erneut waren Währungseffekte der Grund. Das EBITDA stieg in lokalen Währungen um 4,8 Prozent auf 766 Millionen Franken, die Marge verbesserte sich auf 21 Prozent.
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Führungswechsel und neue Ziele
Ab März übernimmt Christian Stammkoetter die Konzernleitung von Gilles Andrier, der zum Verwaltungsratspräsidenten aufsteigt. Stammkoetter kommt vom französischen Nahrungsmittelriesen Danone, wo er die Region Asien, Nahost und Afrika verantwortete. Der Führungswechsel fällt mit einer neuen strategischen Ausrichtung zusammen.
Für den Zeitraum 2026 bis 2030 peilt Givaudan ein durchschnittliches organisches Umsatzwachstum von 4 bis 6 Prozent pro Jahr an – und damit deutlich weniger als die 6,8 Prozent, die im abgelaufenen Fünfjahreszyklus erreicht wurden. Beim freien Cashflow will man weiterhin über 12 Prozent erreichen.
Trotz schwächerer Zahlen dürfen sich Aktionäre über eine Dividendenerhöhung freuen: Von 70 auf 72 Franken je Aktie soll die Ausschüttung steigen – ein Plus von 2,9 Prozent. Die Vorlage erfolgt auf der Hauptversammlung am 19. März.
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