Glencore Aktie: 1.500 Stellen bleiben erhalten

Glencore kann geplante Massenentlassungen in Südafrika abwenden. Ein günstigerer Stromtarif für Ferrochrom-Werke sichert vorerst 1.500 Arbeitsplätze.

Glencore Aktie
Kurz & knapp:
  • Strompreis-Deal verhindert Kündigungen
  • 1.500 Jobs in Südafrika gerettet
  • Produktion in drei Werken hochgefahren
  • Aktie bleibt trotz offener Fragen stabil

Glencore entgeht in Südafrika zunächst einem harten Einschnitt. Die Behörden haben dem Konzern einen günstigeren Stromtarif für seine Ferrochrom-Schmelzen genehmigt. Damit fällt auch der geplante Abbau von bis zu 1.500 Stellen erst einmal weg.

Neuer Tarif, neue Perspektive

Die nationale Energiebehörde Nersa hat für die Ferrochrom-Produktion einen Strompreis von 62 Cent je Kilowattstunde erlaubt. Die Regelung gilt für drei Jahre. Für Glencore-Merafe ist das mehr als nur eine Kostenfrage. Ohne diesen Schritt hätte der Standort deutlich stärker unter Druck gestanden.

Das Unternehmen hat das Verfahren nach Section 189 inzwischen zurückgezogen. In Südafrika ist das der formale Schritt zur Vorbereitung möglicher Massenentlassungen. Der Rückzug zeigt, wie eng die Beschäftigungslage an der Energiepolitik hängt.

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Produktion soll schrittweise anlaufen

Besonders wichtig ist die Entscheidung für die Anlagen in Boshoek, Wonderkop und Lion. Dort war die Produktion zuletzt stark eingeschränkt. Das Management will die Schmelzen nun schrittweise wieder hochfahren.

Der günstigere Tarif allein löst die Probleme aber nicht vollständig. Glencore verweist selbst auf die noch offenen Vertragsdetails mit Eskom. Erst die endgültigen Bedingungen werden zeigen, wie tragfähig der Neustart wirklich ist.

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Markt reagiert gelassen

An der Börse bleibt die Aktie robust. Sie schloss gestern bei 6,78 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt sie fast 99 Prozent im Plus, seit Jahresbeginn sind es 42,93 Prozent.

Technisch wirkt das Bild weiter fest, aber nicht überhitzt. Der Kurs liegt knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 6,85 Euro und gut 33 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt. Der RSI von 37,6 deutet eher auf eine abgekühlte Ausgangslage als auf Überhitzung hin.

Für Glencore ist die Entscheidung ein wichtiger Zwischenschritt. Der operative Druck in Südafrika sinkt vorerst, doch die eigentliche Bewährungsprobe kommt mit den finalen Vereinbarungen mit Eskom. Danach entscheidet sich, wie schnell die Schmelzen wieder einen stabilen Beitrag leisten können.

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Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom, erfahrener Unternehmer und anerkannter Experte für Finanzmärkte. Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Analyse von Aktienmärkten und wirtschaftlichen Zusammenhängen verbindet er wissenschaftliche Fundierung mit unternehmerischer Praxis. Er unterstützt Anleger, die langfristigen Vermögensaufbau und finanzielle Unabhängigkeit durch fundierte Strategien anstreben.

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Als Gründer und Geschäftsführer der YES Investmedia GmbH ist er unternehmerisch im Bereich der Finanzpublikationen tätig. Seine Expertise umfasst die Analyse komplexer wirtschaftlicher Themen wie demographischer Wandel oder globaler Markttrends sowie deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Durch seine langjährige Tätigkeit hat er sich als Autor zahlreicher Analysen und Kommentare zu wirtschaftlichen und börsenrelevanten Themen etabliert.

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