Die Straße von Hormuz ist wieder offen — und Glencore greift sofort zu. Nach dem Ende der sechswöchigen Blockade in der Golfregion hat der Rohstoffkonzern seine Handelsaktivitäten im Energiebereich auf breiter Front ausgebaut: Supertanker für irakisches Rohöl und ein massiv erweiterter LNG-Deal in den USA signalisieren, dass die Handelssparte die geopolitische Entspannung konsequent monetarisiert.
50 Prozent mehr LNG aus Louisiana
Das Herzstück der jüngsten Expansion ist die Aufstockung des Abnahmevertrags mit Commonwealth LNG. Die jährliche Liefermenge vom geplanten Exportterminal in Louisiana steigt von zwei auf drei Millionen Tonnen — ein Plus von 50 Prozent. Der Vertrag läuft über 20 Jahre und sichert Glencore eine feste Stellung im wachsenden US-Gasexportgeschäft.
Der Schritt passt zur Logik des Konzerns: LNG gilt als Brückentechnologie mit langfristiger Nachfrage, und die Trading-Sparte hat in den vergangenen Jahren maßgeblich zum Konzernergebnis beigetragen. Mit dem erweiterten Commonwealth-Deal baut Glencore diesen Pfeiler weiter aus.
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Schnelle Rückkehr in den Ölhandel
Parallel dazu reagierte die Handelsabteilung unmittelbar auf die Wiedereröffnung der Hormuz-Route. Glencore charterte einen Suezmax-Tanker mit rund einer Million Barrel Kapazität, um Rohöl aus dem irakischen Basra-Terminal für den asiatischen Markt zu laden. Die gesicherten Frachtraten — Worldscale W860 — spiegeln eine Lage wider, die sich normalisiert, aber noch nicht vollständig entspannt hat.
Ein erster Versuch, den deutlich größeren VLCC „Asian Lion“ mit zwei Millionen Barrel Kapazität zu buchen, scheiterte zunächst. Trotzdem zeigt die schnelle Reaktivierung der Logistikketten, wie flexibel Glencore auf sich verschiebende Marktbedingungen reagiert.
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Aktie nahe am Jahreshoch
An den Märkten kommen die Nachrichten gut an. Die Glencore-Aktie notiert knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 6,53 Euro, das erst Ende März erreicht wurde — und liegt seit Jahresbeginn rund 37 Prozent im Plus. Die Doppelstrategie aus Energiehandel und Industriemetall-Produktion überzeugt Investoren derzeit gleichermaßen.
Wie stark die Trading-Sparte von den jüngsten Verwerfungen und der anschließenden Marktnormalisierung profitiert hat, werden die Quartalszahlen am 5. August 2026 zeigen.
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