Die Aktie von Glencore ist am Donnerstag brutal abgestürzt – um über zehn Prozent ging es nach unten. Der Grund: Rio Tinto hat die wochenlangen Fusionsgespräche abgebrochen. Damit ist der Deal geplatzt, der den größten Bergbaukonzern der Welt geschaffen hätte.
Rio Tinto teilte mit, man sei zu dem Schluss gekommen, dass keine Einigung erzielt werden könne, die einen Mehrwert für die eigenen Aktionäre bringe. Die Entscheidung fiel nach gründlicher Prüfung unter Berücksichtigung der strengen Kriterien, die Rio Tinto im Dezember 2025 auf seinem Kapitalmarkttag festgelegt hatte. Im Fokus standen dabei langfristiger Wert und führende Aktionärsrenditen.
Streit um die Bewertung
Glencore sieht die Sache anders: Der Schweizer Konzern sprach von einer Unterbewertung durch Rio Tinto bei dem Geschäft. Rio Tinto habe einen zu hohen Anteil am fusionierten Unternehmen beansprucht. Die Gespräche waren im Januar öffentlich geworden, wobei bei einer Fusion die britische Rio Tinto das schweizerische Unternehmen kaufen würde.
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Die Aktie von Rio Tinto verlor am Donnerstag zwei Prozent – deutlich weniger als Glencore. Der Markt wertet das gescheiterte Geschäft offenbar als Rückschlag für Glencore, das auf die Stärkung durch den Zusammenschluss gehofft hatte.
USA schmiedet neue Rohstoff-Allianz
Während die Fusionspläne scheiterten, ergeben sich für Glencore möglicherweise neue strategische Chancen. Das US-Außenministerium hat am Mittwoch das erste Critical Minerals Ministerial ausgerichtet – eine Initiative mit 54 Ländern und der EU-Kommission, um die Dominanz Chinas bei kritischen Mineralien zu brechen.
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Vizepräsident JD Vance kündigte an, man wolle verhindern, dass billige Mineralien in die Märkte geflutet werden, um heimische Hersteller zu unterbieten. Für Mitglieder der neuen Handelszone sollen Referenzpreise für kritische Mineralien als Untergrenze durch anpassbare Zölle aufrechterhalten werden.
Konkret wurde es auch für Glencore: Der Konzern unterzeichnete am Rande des Ministerialtreffens eine Absichtserklärung mit dem US-gestützten Orion Critical Mineral Consortium. Gegenstand ist eine mögliche Übernahme von Vermögenswerten in der Demokratischen Republik Kongo. Dies soll US-Investitionen in den kongolesischen Bergbausektor fördern und sichere Lieferungen von Kupfer und Kobalt in die USA ermöglichen.
Die USA haben in den vergangenen fünf Monaten bereits zehn Rahmenabkommen zu kritischen Mineralien unterzeichnet und Verhandlungen mit 17 weiteren Ländern abgeschlossen. Das neue Forum FORGE soll die Minerals Security Partnership ablösen und wird bis Juni von Südkorea geleitet.
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