Vier von fünf Schmelzkomplexen stehen still, tausende Jobs stehen auf dem Spiel — und nun liegt die Entscheidung bei einer Regulierungsbehörde. Eskom und das Glencore-Merafe-Gemeinschaftsunternehmen haben sich auf einen Stromtarif von 62 Cent pro Kilowattstunde geeinigt. Die Einigung muss jedoch noch vom nationalen Stromregulator NERSA genehmigt werden.
Provisorische Einigung unter Zeitdruck
Am 10. April schloss das Eskom Smelter Task Team den Tarifvertrag mit Samancor Chrome und dem Glencore-Merafe Chrome Venture ab. Das Gemeinschaftsunternehmen hat das Angebot vorläufig akzeptiert — doch vollständig wirksam wird der Deal erst nach einer NERSA-Genehmigung. Die Frist dafür: 30 Tage. Parallel wurde die Frist für mögliche Massenentlassungen nach Paragraph 189 bis zum 11. Mai verlängert.
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Für Eskom bietet die Vereinbarung handfeste Vorteile: planbare Verkaufsvolumina für bis zu fünf Jahre, ohne zusätzliche Kreditaufnahmen oder staatliche Unterstützung zu benötigen. Die Struktur soll zudem eine flexible Preisgestaltung je nach wirtschaftlicher Lage der einzelnen Schmelzöfen ermöglichen.
Globale Dimension eines lokalen Problems
Südafrika liefert nahezu die Hälfte des weltweiten Ferrochroms — rund 30.000 Tonnen Legierung pro Woche. Das Glencore-Merafe-Venture allein verfügt über eine Jahreskapazität von 2,3 Millionen Tonnen, was einem Drittel der südafrikanischen Gesamtexporte entspricht. Der Rohstoff ist unverzichtbar für die Edelstahlproduktion weltweit.
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Zu Jahresbeginn 2026 waren von ehemals 66 Schmelzöfen im Land nur noch 11 in Betrieb — ein Zeichen dafür, wie stark steigende Stromkosten und chinesischer Wettbewerb die energieintensive Branche unter Druck gesetzt haben. Eine Wiederherstellung der südafrikanischen Kapazitäten würde das globale Angebot spürbar erhöhen und könnte die Ferrochrom-Preisbildung beeinflussen.
Die Glencore-Aktie notiert heute auf einem neuen 52-Wochen-Hoch von 6,55 Euro — ein Plus von über 114 Prozent gegenüber dem Jahrestief Ende April 2025. Am 28. Mai 2026 findet Glencores Hauptversammlung statt, bei der das Management die Fortschritte in Südafrika und die operative Gesamtstrategie vor den Aktionären erläutern dürfte. Die NERSA-Entscheidung dürfte bis dahin vorliegen und maßgeblich bestimmen, ob der Neustart der Schmelzöfen tatsächlich gelingt.
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