Nach monatelangem Ringen zeichnet sich für Glencore in Südafrika eine Lösung ab. Das Unternehmen hat sich mit dem staatlichen Energieversorger Eskom auf einen massiv rabattierten Stromtarif geeinigt, um die kriselnden Ferrochrom-Schmelzwerke vor dem endgültigen Aus zu bewahren. Tausende Arbeitsplätze hingen an dieser Entscheidung, die nun den Weg für einen Neustart der stillgelegten Anlagen ebnen könnte.
Energiepreise als Produktionskiller
Die Stromkosten am Kap sind seit 2008 um mehr als 900 Prozent explodiert. Für das Glencore-Merafe-Gemeinschaftsunternehmen hatte das dramatische Konsequenzen. Die Produktion brach im vergangenen Jahr um 63 Prozent ein, vier der fünf Schmelzkomplexe stehen derzeit still. Um den drohenden Verlust von rund 1.500 Arbeitsplätzen in den Provinzen North West und KwaZulu-Natal abzuwenden, senkt Eskom den Tarif nun von 87 auf 62 Cent pro Kilowattstunde.
Glencore akzeptierte die überarbeiteten Konditionen am Freitag vorläufig. Auch der Energieversorger Eskom profitiert von dem geplanten Fünfjahresvertrag durch garantierte Absatzmengen, ohne dabei zusätzliche staatliche Hilfen beanspruchen zu müssen.
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Während operativ in Südafrika um Schadensbegrenzung gerungen wird, präsentiert sich das Wertpapier an der Börse äußerst robust. Mit einem Freitagsschlusskurs von 6,48 Euro notiert der Titel nur hauchdünn unter seinem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie bereits ein starkes Plus von über 36 Prozent.
Die Uhr tickt bis Mai
Die endgültige Umsetzung des Rettungsplans hängt nun an der südafrikanischen Energieregulierungsbehörde NERSA. Das Gemeinschaftsunternehmen fordert einen beschleunigten Genehmigungsprozess innerhalb von 30 Tagen.
Die nächsten Wochen sind für das Südafrika-Geschäft entscheidend. Erteilt die Behörde bis zum 11. Mai die finale Freigabe für den neuen Stromtarif, ist das Fundament für einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb der Schmelzwerke gelegt. Bis zu diesem Stichtag wurde die Frist für mögliche Entlassungen vorsorglich verlängert.
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