Glencore Aktie: Washington greift zu

Der Rohstoffriese Glencore vereinbart den Verkauf von 40 Prozent seiner kongolesischen Kupfer- und Kobaltminen an ein US-geführtes Konsortium. Die Transaktion unterstreicht die geopolitischen Bestrebungen Washingtons, kritische Rohstoffe zu sichern.

Glencore Aktie
Kurz & knapp:
  • Verkauf von 40 Prozent an kongolesischen Minen
  • Geopolitische Initiative der USA für Rohstoffe
  • Glencore behält operative Kontrolle der Anlagen
  • Bewertung der Assets bei rund 9 Milliarden Dollar

Der Schweizer Rohstoffriese Glencore steht vor einem seiner bedeutendsten Deals der vergangenen Jahre. Am 3. Februar 2026 unterzeichnete das Unternehmen eine Absichtserklärung mit dem US-gestützten Orion Critical Mineral Consortium über den Verkauf von 40 Prozent seiner kongolesischen Kupfer- und Kobalt-Minen. Die Bewertung der beiden Bergwerke Mutanda Mining und Kamoto Copper Company: rund 9 Milliarden US-Dollar inklusive Schulden.

Hinter dem Deal steht weit mehr als eine gewöhnliche Transaktion. Das Orion-Konsortium, im Oktober 2025 gegründet und geführt von Orion Resource Partners in Partnerschaft mit der US-Regierung, verfolgt eine klare strategische Mission: kritische Rohstoffe für die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten sichern.

Die USA rüsten sich für den Rohstoffkrieg

Die Demokratische Republik Kongo produziert mehr Kobalt als jedes andere Land der Welt und gehört zu den größten Kupferproduzenten. Beide Metalle gelten als unverzichtbar für Technologie, Verteidigung und den Ausbau kritischer Infrastruktur. Mit dem Deal würde sich Washington direkten Zugang zu diesen Ressourcen verschaffen.

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Deputy Secretary of State Christopher Landau machte die geopolitische Dimension deutlich: Die Transaktion spiegele die Kernziele der strategischen Partnerschaft zwischen den USA und der DR Kongo wider und fördere sichere, verlässliche Rohstoffflüsse zwischen beiden Ländern. Die US-Entwicklungsfinanzierungsgesellschaft DFC ist direkt am Konsortium beteiligt.

Glencore bleibt am Ruder

Trotz des Anteilsverkaufs würde Glencore weiterhin die operative Kontrolle über beide Minen behalten. Das Orion-Konsortium erhält das Recht, nicht-exekutive Direktoren zu ernennen und die Vermarktung seines Produktionsanteils zu steuern. Im Jahr 2025 förderten Kamoto und Mutanda zusammen 247.800 Tonnen Kupfer und 33.500 Tonnen Kobalt.

CEO Gary Nagle bezeichnete die Vereinbarung als bedeutendes Vertrauensvotum in die Bemühungen der kongolesischen Regierung, ausländische Investitionen anzuziehen. Glencore sei der einzige große westliche Produzent von Kupfer und Kobalt im Kongo.

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Die beiden Partner wollen zudem gemeinsam mit der kongolesischen Regierung und Gécamines, Glencores bestehendem Partner bei KCC, nach Möglichkeiten suchen, die bestehenden Minen auszubauen und weitere Projekte im afrikanischen Kupfergürtel zu erwerben.

Was bedeutet das für die Aktie?

Die Transaktion steht noch unter Vorbehalt: Due Diligence, verbindliche Verträge und behördliche Genehmigungen müssen folgen. Dennoch zeigt der Deal die strategische Neuausrichtung in der globalen Rohstoffversorgung. Während China jahrelang die Versorgungsketten dominierte, setzen die USA nun auf direkte Beteiligungen.

Für Glencore bringt der Verkauf frisches Kapital und gleichzeitig eine engere Anbindung an den US-Markt. Die Bewertung von 9 Milliarden Dollar für die beiden kongolesischen Assets dürfte bei Anlegern Aufmerksamkeit erregen. Ob der Deal tatsächlich zustande kommt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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