Zwei Baustellen, eine Aktie. Glencore kämpft an der Energiefront in Südafrika, während das Unternehmen parallel den größten Kapazitätssprung seiner Kupferstrategie vorbereitet. Der Rohstoffkonzern hat zuletzt gut 35 Prozent seit Jahresbeginn zugelegt — die Frage ist, ob das operative Jahr 2026 diesem Kurs gerecht wird.
Strompreise als Knackpunkt für Ferrochrom
Das Joint Venture Glencore-Merafe Chrome Venture hat die südafrikanische Regierung aufgefordert, Vorzugspreisregeln für Industriestrom schneller zu genehmigen. Der Hintergrund: Gestiegene Rohstoffkosten für Chromerz und hohe Energiepreise drücken die Schmelzmargen. Ferrochrom notiert in China aktuell zwischen 8.400 und 8.550 Yuan pro Tonne — stabil, aber ohne Spielraum für weitere Kostensteigerungen.
Große Stahlwerke haben ihre Ausschreibungspreise zwar leicht angehoben, was das Marktvertrauen stützt. Den Inputkostendruck auf die Produzenten löst das jedoch nicht. Ohne günstigere Energietarife stehen Arbeitsplätze in der Region unter Druck — ein politisch heikles Signal, das die Dringlichkeit der Forderung unterstreicht.
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Kupfer: 300.000 Tonnen aus dem Kongo als Schlüssel
Währenddessen richtet CEO Gary Nagle den Blick nach vorn. Er verwies auf einen Anstieg der Kupferproduktion im zweiten Halbjahr um nahezu 50 Prozent an zentralen Anlagen — darunter KCC, Mutanda sowie die südamerikanischen Standorte Antapaccay und Antamina.
Besonders der Abschluss des Landzugangspakets für die Kamoto Copper Company in der Demokratischen Republik Kongo gilt als strategischer Meilenstein. Das Paket verlängert die Minenlaufzeit und ermöglicht eine jährliche Produktion von rund 300.000 Tonnen Kupfer. Bis 2028 peilt Glencore eine annualisierte Gesamtproduktion von über einer Million Tonnen an.
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2026 als Tiefpunkt — danach soll es aufwärtsgehen
Marktbeobachter sehen 2026 operativ als Talsohle. Ab 2027 erwartet das Unternehmen eine signifikante Erholung, getragen von den Kapazitätserweiterungen im Kupfer-Segment und strikter Kostenkontrolle im Chrom-Bereich. Der Kurs hat sich in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelt und notiert mit rund 6,40 Euro knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 6,53 Euro.
Kurzfristig richtet sich der Blick auf zwei konkrete Ereignisse: die Reaktion der südafrikanischen Behörden auf die Stromtarif-Forderung sowie die operativen Quartalszahlen für Q1 2026, die für Ende April erwartet werden.
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