Das Edelmetall durchbricht erstmals die psychologisch wichtige 4.000-Dollar-Marke und nähert sich mit 4.015,59 Dollar seinem Allzeithoch von 4.059 Dollar. Ein beispelloser Höhenflug, der Investoren elektrisiert und gleichzeitig warnt.

Trump-Zölle entfachen Krisenschutz-Rallye

Die jüngsten Kursexplosionen haben einen klaren Auslöser: US-Präsident Trump kündigte neue Zölle auf chinesische Importe an und sagte das geplante Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping ab. Diese geopolitischen Schockwellen treiben Anleger massiv in den vermeintlich sicheren Hafen Gold.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache:

• Jahresgewinn von über 52 Prozent
• Achte Woche in Folge mit positiver Performance
• Wochengewinn von rund 3 Prozent erwartet
• Quartalsgewinn bereits bei knapp 14 Prozent

Fed-Zinspolitik als Raketen-Treibstoff

Die US-Notenbank wird voraussichtlich weitere Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte bei den verbleibenden Sitzungen durchführen. Diese Erwartung reduziert die Opportunitätskosten für das zinslose Gold dramatisch.

Zusätzliche Brisanz bringt der anhaltende Government Shutdown, der bereits in der dritten Woche wichtige Wirtschaftsdaten verzögert und die Unsicherheit weiter anheizt.

Warnsignale bei historischen Höchstständen

Doch Vorsicht: Die Gold-Rally zeigt charakteristische Merkmale eines überhitzten Marktes. Nach neuen Rekorden folgen regelmäßig scharfe Korrekturen, bevor erneute Käufe bei niedrigeren Niveaus einsetzen.

Die extreme Volatilität wird durch spekulative Positionierungen verstärkt. Bullen und Bären kämpfen erbittert um die Marktrichtung bei historischen Höchstständen.

Gleichzeitig schwächelt die physische Nachfrage aus den wichtigen Märkten China und Indien. Die Rekordpreise schrecken Käufer ab und führen zu niedrigeren Importprämien.