Der Goldpreis schwächelt bei rund 4.782 US-Dollar je Unze. Der Nahost-Konflikt und drohende Zinserhöhungen belasten das Edelmetall. Im Hintergrund läuft ein völlig anderes Spiel. Zentralbanken decken sich massiv mit Gold ein.
Strukturwandel in den Tresoren
Staaten weltweit diversifizieren ihre Reserven. Sie wollen weg vom US-Dollar. BRICS-Nationen halten mittlerweile 17,4 Prozent der globalen Goldreserven. Das ist ein deutlicher Sprung im Vergleich zu 2019. Damals lag der Wert bei lediglich 11,2 Prozent.
Eine Umfrage des World Gold Council bestätigt diesen Trend. Rund 68 Prozent der befragten Notenbanken planen weitere Zukäufe im laufenden Jahr. Sie schätzen die Krisenresistenz. Obendrein fehlt bei physischem Gold das Gegenparteirisiko. Parallel dazu drängen neue Akteure auf den Markt. Länder wie Malaysia und Südkorea kaufen nach langer Pause wieder aktiv. Usbekistan führte die Käuferliste im Januar sogar an.
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Geopolitik drückt den Kurs
Kurzfristig dominiert die Politik den Preis. Ein zweiwöchiger Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran läuft diese Woche aus. Investoren warten nervös auf die zweite Verhandlungsrunde. US-Vizepräsident JD Vance führt die US-Delegation in Pakistan an. Trump droht bereits mit einem Ende der Feuerpause bei ausbleibender Einigung.
Das Edelmetall verlor seit Ausbruch des Iran-Krieges mehr als acht Prozent. Der Konflikt treibt die Energiepreise nach oben. Die Folge: neue Inflationsängste. Notenbanken könnten mit weiteren Zinserhöhungen reagieren. Ein höheres Zinsniveau macht zinsloses Gold für Anleger unattraktiver.
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Ausnahmen und Prognosen
Nicht jede Notenbank kauft blind. Die Türkei verkaufte zuletzt rund 50 bis 60 Tonnen Gold. Das Land braucht dringend Kapital zur Stützung der schwachen Lira. Auch Russland stieß im Januar neun Tonnen ab.
Die großen Investmentbanken lassen sich davon nicht beirren. Goldman Sachs erwartet bis Ende 2026 einen Goldpreis von 5.400 US-Dollar. J.P. Morgan sieht den Kurs sogar deutlich über der Marke von 6.000 US-Dollar.
Auf Jahressicht liegt Gold weiterhin mehr als 43 Prozent im Plus. Die strukturelle Nachfrage der Notenbanken bildet dabei das fundamentale Rückgrat. Sie nutzen Kursrückgänge konsequent als Kaufgelegenheit. Diese Akkumulation stützt den Markt auch bei anhaltendem geopolitischem Gegenwind.
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