Die Straße von Hormus ist blockiert, der Ölpreis steigt und im Nahen Osten eskaliert der Konflikt weiter. Eigentlich ist das ein klassisches Umfeld für den sicheren Hafen Gold. Dennoch steuert das Edelmetall auf seinen zweiten Wochenverlust in Folge zu und zieht sich weiter von seinem im Januar erreichten Allzeithoch zurück. Verantwortlich für diese paradoxe Entwicklung ist ein komplexer makroökonomischer Dominoeffekt.
Ölpreis blockiert die Fed
Die anhaltende militärische Auseinandersetzung mit dem Iran schneidet den Weltmarkt von einem Fünftel des globalen Öl- und LNG-Handels ab. Das treibt die Energiekosten nach oben. Die Marke von 100 US-Dollar für ein Barrel Brent-Öl wurde bereits überschritten. Genau hier liegt das Problem für Goldanleger: Die steigenden Energiekosten schüren neue Inflationssorgen und zwingen die US-Notenbank Fed dazu, die Zinsen länger auf einem hohen Niveau zu belassen. Aktuell preisen die Märkte eine Zinssenkung im März nahezu vollständig aus. Über 95 Prozent der Akteure rechnen mit unveränderten Raten.
Starker Dollar erzwingt Gewinnmitnahmen
Diese Zinsperspektive verleiht dem US-Dollar deutlichen Rückenwind. Das in Dollar gehandelte Edelmetall verteuert sich dadurch für internationale Käufer, was die Nachfrage bremst. Infolgedessen rutschte der Goldpreis am Wochenende um rund zwei Prozent auf etwa 5.023 US-Dollar je Unze ab. Dass institutionelle Anleger in diesem Umfeld Gewinne sichern, zeigt ein Blick auf den weltgrößten Gold-ETF. Der SPDR Gold Shares verzeichnete allein zwischen dem 5. und 11. März Kapitalabflüsse in Höhe von rund 1,18 Milliarden US-Dollar.
Strukturelle Stütze bleibt intakt
Ungeachtet der aktuellen Korrektur sehen Analysten mittelfristig weiterhin fundamentale Unterstützung. J.P. Morgan prognostiziert für das Jahr 2026 eine konstant hohe Nachfrage von Zentralbanken und Investoren von durchschnittlich 585 Tonnen pro Quartal. Zudem gehen Marktbeobachter wie David Einhorn von Greenlight Capital davon aus, dass die Fed im Jahresverlauf dennoch zu Zinssenkungen gezwungen sein wird. Eine instabile US-Handelspolitik treibe andere Länder dazu, ihren Handel in Fremdwährungen abzuwickeln, was Gold als alternatives Wertaufbewahrungsmittel strukturell stütze.
Die kurzfristige Richtung des Goldpreises entscheidet sich in der kommenden Woche mit der Veröffentlichung des US-Erzeugerpreisindex und der anstehenden Fed-Zinsentscheidung. Ein erstes Signal für eine baldige Stabilisierung liefern derweil die aktuellen CoT-Daten: Da sich die Positionierungen der Futures-Händler zuletzt kaum noch verändert haben, deuten die Indikatoren auf eine mögliche Bodenbildung auf dem aktuellen Preisniveau hin.
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