Das Edelmetall verzeichnet am heutigen Dienstag eine Gegenbewegung. Nach dem deutlichen Preisrutsch zu Wochenbeginn notiert Gold bei 4.150,23 US-Dollar je Feinunze. Das moderate Plus von 0,7 Prozent verschafft dem Markt nach dem jüngsten Rückschlag auf ein Sieben-Wochen-Tief eine vorläufige Atempause.

Geopolitische Spannungen stützen kaum

In geopolitisch unruhigen Zeiten greifen Anleger üblicherweise zu Gold als Absicherung. Die Zurückweisung eines iranischen Vorschlags durch US-Präsident Donald Trump und der Stillstand bei den Gesprächen über die Straße von Hormus zeigten zuletzt jedoch ein anderes Bild. Laut Analysten der DekaBank führte die Zuspitzung im Nahen Osten über steigende Energiepreise zu neuen Inflationssorgen.

In der Folge zogen die US-Anleiherenditen spürbar an. Wie Reuters meldete, erreichte die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe den höchsten Stand seit Juni 2007. Höhere Zinsen verteuern die Opportunitätskosten für das Halten unverzinslicher Edelmetalle. Dieser Zinsdruck überlagerte an den Rohstoffmärkten zuletzt die Rolle von Gold als sicherem Hafen.

US-Arbeitsmarktdaten im Fokus

Mit den jüngsten Kursverlusten notiert der Spotpreis 26 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Für die weitere Richtung dürften vor allem neue Wirtschaftsdaten aus Übersee entscheidend sein. Am kommenden Freitag veröffentlicht das U.S. Bureau of Labor Statistics den US-Arbeitsmarktbericht für September. Die Daten werden an den Märkten genau daraufhin abgeklopft, wie viel Spielraum der US-Notenbank Fed bei ihren nächsten Schritten bleibt.

Unterdessen kommt aus Asien fundamentale Unterstützung für den Markt. Laut Bloomberg überstiegen die chinesischen Goldimporte auf Basis der jüngsten Zolldaten von Januar bis August 1.000 Tonnen. Damit lag das Importvolumen der ersten acht Monate bereits über der Gesamtmenge des Jahres 2025.