Ein einzelner Satz von Donald Trump lässt die Ölpreise am Montag einbrechen. Der US-Präsident verschiebt geplante Angriffe auf den Iran und schafft damit Raum für neue Verhandlungen. Gold profitiert von der Entspannung: Niedrigere Ölpreise dämpfen den Inflationsdruck und nehmen der US-Notenbank Argumente für straffere Zinsen.
Trumps Kurswechsel drückt Ölpreis
Der Auslöser liegt in Washington. Trump signalisiert, weitere Militäraktionen gegen den Iran zu pausieren. Die Ölpreise fallen daraufhin um bis zu 8 Prozent. Die OPEC+ genehmigt zusätzlich eine höhere Förderung von 188.000 Barrel pro Tag. Für Gold bedeutet der Ölpreisrutsch weniger Inflationsdruck und weniger Zinsdruck auf die Fed.
Yen-Intervention schwächt den Dollar
Auch aus Tokio kommt Bewegung. Japan interveniert erneut am Devisenmarkt und bestätigt eine koordinierte Aktion mit den USA. Der Yen legt um über 1 Prozent zu. Das Paar USD/JPY fällt auf 155,20. Das erhöht die Aussicht auf weitere Eingriffe Tokios.
Ein schwächerer Dollar macht Gold für Käufer außerhalb der USA günstiger. Das stützt die Nachfrage zusätzlich. Bereits am Freitag hatte Gold nachgegeben: Der Kurs schloss bei 4.098,60 Dollar, ein Minus von 1,54 Prozent. Seit diesem Tief zieht der Preis wieder an. Die Fed hält ihre Zinsen zuvor stabil – Märkte werten das als grünes Licht für Bullion.
Blick auf US-Konjunkturdaten
Der weitere Kursverlauf hängt von US-Wirtschaftsdaten ab. Am 3. August stehen der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe und der ISM-Beschäftigungsindex an. Der Datenanbieter FxPremiere nennt vier Treiber für den Wochenauftakt: US-Dollar, Treasury-Renditen, geopolitisches Risiko und den ISM-Index.
Am Terminmarkt zeigt sich schon jetzt eine gespaltene Haltung. Investoren preisen eine Wahrscheinlichkeit von 65 Prozent für eine Fed-Zinserhöhung im September ein. Eine Überraschung bei den Preiskomponenten könnte diese Erwartung rasch verändern.
In Indien bleibt die Reaktion auf die Bewegung verhalten. 24-karätiges Gold notiert bei 14.421 Rupien pro Gramm, kaum verändert zum Vortag. Die Einzelhandelspreise bleiben trotz der globalen Schwankungen stabil.
Trotz des Kursschubs am Montag bleibt die Jahresbilanz schwach. Year-to-date verliert Gold 5,41 Prozent. Der Kurs notiert weiterhin rund 9,75 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 4.541 Dollar. Am 7. August liefert der US-Arbeitsmarktbericht neue Anhaltspunkte für die Zinsdebatte im September.
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