Gold: Dynamische Markteroberung!

Der Goldpreis legt über drei Prozent zu, obwohl ein Waffenstillstand das geopolitische Risiko senkt. Grund ist die Hoffnung auf Zinssenkungen nach dem Ölpreisverfall.

Gold Aktie
Kurz & knapp:
  • Kurssprung von über drei Prozent auf 4.850 Dollar
  • Fallende Ölpreise entfachen Zinssenkungshoffnungen
  • Goldman Sachs hält an Jahresziel von 5.400 Dollar fest
  • Fokus liegt nun auf US-Inflationsdaten und Fed-Protokoll

Ein unerwarteter zweiwöchiger Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran wirbelt die Märkte durcheinander. Während das unmittelbare geopolitische Risiko sinkt, reagiert das Edelmetall paradoxerweise mit einem starken Kurssprung auf die Entspannung. Die Hintergründe dieser Bewegung offenbaren ein komplexes Zusammenspiel aus fallenden Energiekosten und neu entfachter Zinsfantasie.

US-Präsident Donald Trump setzte die Bombardierungen kurz vor Ablauf einer gesetzten Frist aus. Zentrale Bedingung für diese Pause ist die Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Die Reaktion an den Rohstoffmärkten folgte prompt. Der Ölpreis fiel steil unter die Marke von 100 Dollar je Barrel. Parallel dazu gab der US-Dollar nach. Diese Kombination lieferte dem in Dollar gehandelten Edelmetall massiven Auftrieb und trieb den Kurs in der Spitze um über drei Prozent auf mehr als 4.850 Dollar je Unze.

Zinsfantasie schlägt Risikoprämie

Auf den ersten Blick wirkt die Marktreaktion unlogisch. Normalerweise entzieht ein Friedensabkommen dem Markt die geopolitische Sicherheitsprämie, was die Preise drückt. Allerdings dominiert bei den Investoren aktuell eine andere Erzählung. Der starke Rückgang der Energiepreise lindert die akuten Inflationssorgen. Das wiederum belebt die Hoffnung auf Zinssenkungen der US-Notenbank gegen Ende des Jahres. Ein solches Szenario ist historisch gesehen ein starker Treiber für das zinslose Anlagegut.

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Wie wichtig diese Zinsdebatte ist, zeigte der vergangene Monat. Im März verzeichnete der Spot-Preis einen Verlust von mehr als elf Prozent und erlebte damit den schwächsten Monat seit Juni 2013. Damals schürten die steigenden Energiekosten aus dem Iran-Konflikt erhebliche Inflationsängste. Die Märkte strichen ihre Erwartungen an rasche Fed-Zinssenkungen rigoros zusammen.

Harte Wirtschaftsdaten im Fokus

Neben der Geopolitik rücken nun konkrete Wirtschaftsdaten in den Mittelpunkt. Am heutigen Mittwoch steht die Veröffentlichung des FOMC-Protokolls an. Gemeinsam mit den anstehenden US-Verbraucherpreisdaten wird sich zeigen, ob der starke Arbeitsmarkt aus dem Vormonat nachhaltig ist. Laut aktuellen Daten der CME-Group preist der Markt für April eine Zinssenkung auf das Niveau von 3,25 bis 3,50 Prozent mit einer Wahrscheinlichkeit von null Prozent ein. Das Festhalten an diesen hohen Kreditkosten könnte den aktuellen Aufwärtsdrang kurzfristig bremsen.

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Ungeachtet der aktuellen Schwankungen bleibt das fundamentale Fundament stabil. Die globalen Zentralbankkäufe verlangsamten sich im Januar zwar auf fünf Tonnen, breiten sich aber geografisch weiter aus. Bislang inaktive Länder wie Malaysia und Südkorea stocken ihre Reserven wieder auf, während Usbekistan als größter Käufer auftrat. Auch Goldman Sachs lässt sich von der Volatilität nicht beirren. Die Analysten halten an ihrem Jahresziel von 5.400 Dollar je Unze fest.

Ein nachhaltiger Rückgang der Energiepreise durch den Waffenstillstand bildet die entscheidende Basis für weitere Kursgewinne. Bestätigen die heutigen FOMC-Protokolle und die anstehenden US-Inflationsdaten eine Entspannung beim Preisdruck, rückt das ausgegebene Kursziel der Analysten in greifbare Nähe.

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