Im Nahen Osten wachsen die Spannungen, an den Finanzmärkten steigt die Nervosität. Die Folge: Investoren suchen Sicherheit. Der Goldpreis reagiert auf die geopolitische Unsicherheit und überspringt eine wichtige psychologische Marke.
Am Freitag schloss das Edelmetall bei 4.849,40 US-Dollar. Das entspricht einem Tagesplus von 1,34 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich der Gewinn damit auf gut elf Prozent.
Auslöser für den jüngsten Schub ist die Lage in der Straße von Hormus. Teheran droht mit einer strikten Kontrolle der wichtigen Handelsroute. Das treibt die Risikoprämie für das Edelmetall nach oben. Während die Ölpreise nach neuen US-Sanktionsentscheidungen einbrachen, profitiert Gold als sicherer Hafen.
Rückenwind durch Notenbanken
Neben der Geopolitik stützt das makroökonomische Umfeld den Aufwärtstrend. Die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen fallen. Das senkt die Opportunitätskosten für zinslose Anlagen. Parallel dazu schwächelt der US-Dollar gegenüber dem Yen.
Ein massiver struktureller Trend treibt die Kurse zusätzlich an. Globale Zentralbanken bauen ihre Goldbestände aggressiv aus. Der Gesamtwert dieser Reserven übersteigt mit rund vier Billionen US-Dollar erstmals die gehaltenen US-Staatsanleihen. Analysten erwarten für das laufende Jahr weitere Käufe im Umfang von 850 Tonnen.
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Nächste Ziele im Visier
Mit dem Sprung über 4.800 US-Dollar hellt sich das charttechnische Bild weiter auf. Nach unten sichert nun das Level um 4.500 US-Dollar den Kurs ab.
Analysten von Axis Direct sehen in der aktuellen Phase weiteres Potenzial. Sie rufen kurzfristige Ziele zwischen 5.300 und 5.500 US-Dollar aus. Damit rückt das 52-Wochen-Hoch bei 5.450 US-Dollar wieder in greifbare Nähe.
In der neuen Handelswoche richten Marktbeobachter den Blick auf zwei Faktoren. Neue US-Inflationsdaten geben Aufschluss über den geldpolitischen Kurs. Am 22. April folgen die Quartalszahlen von Tesla. Fallen die Bilanzen der Tech-Giganten enttäuschend aus, dürfte die Kapitalflucht in Gold-ETFs weiter an Fahrt aufnehmen.
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