Die schlechteste Wochenperformance seit über 40 Jahren liegt hinter Gold — und trotzdem zeigt das Edelmetall am Samstag Stärke. Der Spotpreis legte zuletzt um rund 2,6 % zu und nähert sich damit wieder der charttechnisch wichtigen Zone zwischen 4.300 und 4.500 USD. Ob das eine echte Trendwende ist oder nur ein Zwischenstopp, hängt von mehreren gegenläufigen Kräften ab.
Physische Nachfrage trifft auf institutionellen Abfluss
Das Bild auf der Nachfrageseite ist gespalten. In Vietnam meldeten Großhändler leere Lager und lange Warteschlangen, nachdem die Preise pro Unze spürbar anzogen. Gleichzeitig sanken die Bestände des SPDR Gold Shares ETF seit Anfang März um fast 5 % — ein Zeichen, dass institutionelle Investoren Positionen abgebaut haben.
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Zusätzliche Unsicherheit kommt aus der Türkei. Die dortige Zentralbank erwägt offenbar, Goldreserven zur Stützung der Lira einzusetzen. Analysten warnen, dass ein breiterer Schwenk von Zentralbanken auf die Verkäuferseite die bisherige Rallye gefährden könnte. Allerdings schätzt man die privaten Goldbestände türkischer Haushalte auf rund 5.000 Tonnen — ein erhebliches Gegengewicht.
Wells Fargo sieht 43 % Aufwärtspotenzial
Das Makroumfeld bleibt belastet. Die Federal Reserve hat ihre Zinssenkungspläne für 2026 vorerst auf Eis gelegt, was den Liquiditätsdruck auf Edelmetalle erhöht. Der Ölpreis über 112 USD je Barrel schürt Inflationssorgen, während die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen bei rund 3,86 % verharrt — ein Niveau, das auf anhaltend restriktive Geldpolitik hindeutet.
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Mittelfristig bleibt die Stimmung unter Großbanken dennoch konstruktiv. Wells Fargo nennt ein Kursziel von 6.100 bis 6.300 USD bis Jahresende 2026 und begründet dies mit einem erwarteten Dollar-Rückgang und sinkenden Anleiherenditen im weiteren Jahresverlauf. Auch Goldman Sachs und BMO Capital äußerten sich zuletzt positiv.
Charttechnisch gilt die Zone zwischen 4.300 und 4.500 USD als entscheidend. Solange Gold diese Unterstützung verteidigt, bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend intakt — rund 17 % trennen den aktuellen Kurs noch vom Januar-Rekordhoch bei 5.450 USD.
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