Auf den ersten Blick wirkt der Goldmarkt entspannt. Unter der Oberfläche vollzieht sich allerdings eine massive Machtverschiebung. Erstmals hat das Edelmetall den Euro als zweitwichtigste Währungsreserve der Welt abgelöst.
Zentralbanken schaffen Fakten
Aktuelle Erhebungen belegen eine klare Präferenz der Notenbanken. Mit einem Anteil von rund 20 Prozent an den globalen Reserven verweist Gold die europäische Gemeinschaftswährung auf die hinteren Plätze. Der Euro kommt nur noch auf knapp 16 Prozent.
Allein im Jahr 2024 kauften Zentralbanken über 1.000 Tonnen des Edelmetalls. Das entspricht dem Doppelten des langjährigen Durchschnitts. Besonders Staaten mit geopolitischer Distanz zum Westen schichten ihre Bestände rigoros um. Sie suchen Unabhängigkeit und einen robusten Schutz vor möglichen Sanktionen.
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Entspannung bremst den Kurs
Im Tagesgeschäft spüren Anleger von dieser strukturellen Stütze wenig. Der Goldpreis pendelt aktuell um die Marke von 4.828 US-Dollar. Ursache für den Seitwärtstrend sind diplomatische Gespräche zwischen den USA und dem Iran in Pakistan.
Eine mögliche Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormus dämpfen die Angst vor sprunghaft steigenden Energiekosten. Folglich sinken die Inflationserwartungen der Marktteilnehmer spürbar. Dieser schwindende Bedarf an einem kurzfristigen Teuerungsschutz drückt auf die Notierungen und hält den Kurs knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt von rund 4.912 US-Dollar.
Massive Hürde voraus
Technisch gesehen baut sich bei 4.850 US-Dollar ein harter Widerstand auf. Solange neue Zinsimpulse ausbleiben oder die Friedensgespräche intakt bleiben, dürfte sich die Konsolidierung fortsetzen. Die Jahresbilanz fällt mit einem Plus von gut elf Prozent dennoch stark aus. Asiatische ETF-Zuflüsse und die physische Nachfrage aus dem Technologiesektor fangen kurzfristige Gewinnmitnahmen verlässlich ab.
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