Der Goldpreis hat seine dritte Verlustwoche in Folge beendet — die schwächste Serie seit März 2020. Statt als sicherer Hafen zu glänzen, steht das Edelmetall unter dem kombinierten Druck eines festeren US-Dollars, gestiegener Zinserwartungen und einer unsicheren Fed-Linie.
Powell zwischen Inflation und Wachstum
Jerome Powell sprach heute vor Studenten der Harvard University. Was nach einem akademischen Auftritt klingt, wurde von den Märkten genau verfolgt. Der Fed-Chef bestätigte das Dilemma der Notenbank: Preisstabilität und Wachstumsschutz lassen sich gerade kaum gleichzeitig verfolgen. Sein Bekenntnis, die Inflation nachhaltig auf 2 Prozent zu drücken, ließ Zinssenkungshoffnungen weiter schwinden.
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Seit Beginn des Iran-Krieges haben die Markterwartungen eine bemerkenswerte Drehung vollzogen. Statt auf Zinssenkungen setzen Händler nun zu etwa einem Drittel auf eine Zinserhöhung bis Jahresende — bei einem aktuellen Fed-Leitzins zwischen 3,50 und 3,75 Prozent. Höhere Zinsen verteuern die Haltung von Gold, das keine Rendite abwirft. Kein Wunder also, dass der Kurs seit seinem Rekordhoch gut 16 Prozent nachgegeben hat.
Physischer Markt sendet andere Signale
Interessant ist, was sich abseits der Spotpreise abspielt. Während der Referenzpreis nachgibt, steigen die Aufgelder im physischen Handel — der Spread bei Krügerrand-Münzen erreichte ein 7-Wochen-Hoch von durchschnittlich 7,43 Prozent. Das deutet auf anhaltende Nachfrage nach greifbarem Metall hin, auch wenn der Papiergoldmarkt korrigiert.
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Institutionelle Häuser halten ihre bullischen Ziele aufrecht. JP Morgan, UBS und BNP Paribas sehen den aktuellen Rückgang als technische Bereinigung, nicht als Trendwende. UBS nennt 6.200 US-Dollar bis Mitte 2026 als Ziel, BNP Paribas 6.000 US-Dollar bis Jahresende. Zentralbanken aus Schwellenländern bleiben laut Quelltext netto auf der Käuferseite.
Nonfarm Payrolls als Richtungsgeber für April
Ob sich der Rückgang fortsetzt oder eine Stabilisierung einsetzt, dürfte sich bis Ende der Woche klären. Die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag gelten als nächster belastbarer Hinweis darauf, wie viel Spielraum die Fed tatsächlich hat. Hält die technische Unterstützung bei rund 4.373 US-Dollar, wäre das ein erstes Zeichen für eine Bodenbildung. Gibt sie nach, öffnet sich Raum für weitere Abgaben — bevor langfristig orientierte Käufer wieder aktiv werden dürften.
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