Gold macht eine Verschnaufpause. Nach dem Sprung auf ein Zweimonatshoch nehmen Anleger Kasse – der Preis für die Feinunze rutschte am Donnerstag auf rund 4.371 Dollar, gut 37 Dollar weniger als am Vortag. Kein Grund zur Sorge, eher ein technisches Innehalten nach einer steilen Rally.
Schwache US-Daten bremsen Zinssorgen
Der Auslöser für den jüngsten Höhenflug lag in den US-Konjunkturdaten. Die Erzeugerpreise stagnierten im Juli überraschend, nachdem bereits die Verbraucherpreise mit 3,4 Prozent zum Vorjahr schwächer ausgefallen waren als befürchtet. Die am Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinserhöhung im September sank daraufhin von 46 auf rund 36 bis 40 Prozent.
Weniger Zinssorgen bedeuten normalerweise Rückenwind für Gold, schließlich wirft das Edelmetall selbst keine Zinsen ab. Trotzdem tat sich der Preis am 100-Tage-Durchschnitt schwer – ein Muster, das nach starken Anstiegen häufig auftritt, wenn kurzfristig orientierte Anleger Gewinne mitnehmen. Die technischen Indikatoren RSI und MACD bleiben dabei bullisch, was auf grundsätzlich intakte Kaufbereitschaft hindeutet.
Hinzu kommt Unsicherheit rund um die Straße von Hormus. Diplomatische Bemühungen um eine Entspannung im Nahen Osten kommen bislang nicht voran, die Verkehrsbeschränkungen in der wichtigen Wasserstraße bleiben bestehen. Das treibt tendenziell auch die Ölpreise, was über den Umweg der Inflation wiederum auf die Zinserwartungen und damit auf Gold zurückwirkt.
Notenbanken kaufen weiter
Strukturelle Unterstützung kommt derweil von den Notenbanken. Vor allem China baut seine Goldreserven weiter aus. Marktbeobachter werten diese Käufe als Zeichen, dass die Nachfrage sich verbreitert – Investoren reagieren demnach zunehmend auf strukturelle Risiken, während kurzfristige Kursbewegungen von Zinsentscheidungen und geopolitischen Nachrichten abhängen.
Der nächste wichtige Termin steht bereits fest: Ende August spricht Fed-Chef Kevin Warsh beim Jackson-Hole-Symposium. Sollte er sich zurückhaltend zu künftigen Zinsschritten äußern, dürfte das die Volatilität am Goldmarkt in beide Richtungen erhöhen – Investoren müssten sich dann stärker an einzelnen Konjunkturdaten orientieren als an einer klaren Notenbank-Linie.
Gold: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 13. August liefert die Antwort:
Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

