Der Goldpreis hat am Montag ein historisches Rekordhoch erklommen und zeitweise die Marke von 4.600 US-Dollar je Feinunze durchbrochen – ein Plus von rund zwei Prozent an einem einzigen Handelstag. Doch was steckt hinter diesem massiven Anstieg?
Die Antwort liegt in Washington: Das US-Justizministerium hat eine strafrechtliche Untersuchung gegen Fed-Chef Jerome Powell eingeleitet. Offiziell geht es um Renovierungsarbeiten am Sitz des Board of Governors. Powell selbst sieht jedoch einen klaren Zusammenhang mit seiner Weigerung, den Forderungen von Präsident Trump nach drastischen Zinssenkungen nachzugeben. Eine politisierte Notenbank bedroht die Wertstabilität des Dollars – sowohl bei den Preisen im Inland als auch beim Wechselkurs. Kein Wunder also, dass Anleger massiv in Gold flüchten.
Silber zieht mit – Flucht in sichere Häfen beschleunigt sich
Auch Silber profitierte von der Unsicherheit und kletterte auf neue Höchststände. Die Edelmetalle übertrafen damit zuletzt die meisten anderen Anlageklassen deutlich. Am Dienstagmorgen setzten zwar Gewinnmitnahmen ein – bis 7.45 Uhr MEZ fiel der aktivste Gold-Future für Februar um 30,70 auf 4.584,00 Dollar. Doch die erhöhte Nervosität bleibt.
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Zusätzlichen Druck brachten neue geopolitische Spannungen: Trump kündigte an, jedes Land mit 25 Prozent Zöllen zu belegen, das Geschäfte mit dem Iran macht. Die Unruhen im Iran fallen in eine Phase, in der der US-Präsident international Stärke demonstriert – von der Festsetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro bis zu seinen Plänen für Grönland.
Experten erwarten massive Neubewertung
Danny Moses, der frühere Hedgefondsmanager aus dem Film „The Big Short“, sieht Gold vor einer fundamentalen Neubewertung. In einem Interview prognostizierte er, dass sich die Goldpreise „in den nächsten Jahren von hier aus verdoppeln“ werden. Aus seiner Sicht handelt es sich nicht um eine ferne Vision, sondern um einen Prozess, der bereits eingesetzt hat. Moses betont einen grundlegenden Rollenwandel bei Edelmetallen.
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Auch die Citigroup zeigt sich optimistisch und hob ihre Drei-Monats-Preisziele auf 5.000 Dollar an. Die Bank verwies auf eine starke Investitionsdynamik und darauf, dass die Vielzahl der Kaufargumente voraussichtlich auch im ersten Quartal intakt bleiben wird.
US-Inflationsdaten im Fokus
Heute um 14.30 Uhr MEZ richten sich alle Augen auf die US-Verbraucherpreise zum Jahresende 2024. Analysten erwarten, dass die Teuerungsrate bei 2,7 Prozent verharrt, während die Kernrate von 2,6 auf 2,7 Prozent gestiegen sein soll. Die Zahlen dürften erheblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung des Goldpreises haben – insbesondere vor dem Hintergrund der politischen Auseinandersetzung zwischen Trump und der Fed.
Der Vertrauensverlust in Währungen und massive Käufe von Zentralbanken treiben Gold in neue Dimensionen. Die Frage ist nicht mehr, ob Gold weiter steigt, sondern wie schnell die nächsten Marken fallen.
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