Entspannung im Nahen Osten führt normalerweise zu fallenden Goldpreisen. Aktuell passiert das Gegenteil. Das Edelmetall verbucht den vierten Wochengewinn in Folge und klettert auf über 4.850 Dollar je Feinunze.
Ein zehntägiger Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon soll die Straße von Hormus für Handelsschiffe öffnen. Allerdings knüpft Irans Außenminister dies an eine koordinierte Route durch iranische Gewässer. Die Folge: Der Markt traut dem Frieden nicht. Ein schwächerer US-Dollar stützt den Kurs obendrein.
Zum Wochenschluss am Freitag legte Gold um gut 1,5 Prozent auf exakt 4.857,60 Dollar zu. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus damit auf fast 12 Prozent. Der Abstand zum Allzeithoch schmilzt zusehends.
Zinsen rücken in den Fokus
Parallel zur Geopolitik rückt die US-Notenbank in den Mittelpunkt. Fed-Vertreter wie John Williams rechnen durch den Iran-Konflikt mit steigender Inflation. Die aktuelle Geldpolitik bleibe daher angemessen.
Analysten streichen ihre Zinssenkungsfantasien. Laut einer Reuters-Umfrage erwarten nur noch 29 Prozent der Experten einen Zinsschritt in diesem Jahr. Hohe Zinsen belasten Gold traditionell. Die kommende Woche liefert wichtige Datenpunkte für die weitere Richtung:
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- 23. April: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und PMI-Daten
- 24. April: Inflationserwartungen der Uni Michigan
- 29. April: Zinsentscheid der Federal Reserve
Zentralbanken stützen den Kurs
Trotz der kurzfristigen Zinssorgen bleibt das Fundament stabil. Zentralbanken treten weiterhin als massive Käufer auf. Allein im Jahr 2025 erwarben sie 863 Tonnen Gold.
Im gleichen Schritt treiben die BRICS-Staaten ihre Abkehr vom US-Dollar voran. Diese Länder halten inzwischen über 17 Prozent der weltweiten Goldreserven. Der Dollar-Anteil an den globalen Devisenreserven fällt indes auf ein Mehrzehntief.
Technisch hat sich das Edelmetall nach einem Doppelboden gefangen. Die Zone um 4.800 Dollar dient nun als starke Unterstützung. Solange diese Marke hält, bleibt der Weg in Richtung des 52-Wochen-Hochs bei 5.450 Dollar offen.
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